Archive for the ‘Sightseeing’ Category

New York

19. Januar 2010

Als ich im letzten November geschäftlich nach New York reiste, war ich unsicher, ob es neben der Arbeit auch für etwas Musse reichen würde. Entsprechend tief setzte ich meine Erwartungen an – und schrieb, dass ich zufrieden sein würde, „wenn ich Ende Woche auf der Rückreise von mir sagen kann, neben dem Arbeiten auch ein feines amerikanisches Steak gegessen zu haben. Falls es sogar für eine Jogging-Runde im Central Park oder für einen Besuch in der Rooftop Bar 230 Fifth reichen sollte, umso besser.“

Rückblickend darf ich festhalten: Meine Erwartungen wurden deutlich übertroffen. Es reichte nicht nur für zweimaliges Steak-Essen (einmal im Sparks Steakhouse, einmal bei Wolfgang’s an der Park Avenue 4 – letzteres sehr zu empfehlen!), sondern auch für eine Runde Frühsport im Central Park sowie für einen kurzen Shopping-Abstecher zu Abercrombie. Was will man mehr?

Seit gestern Abend würde ich sagen: Wer die Gelegenheit hat, seinen New York-Aufenthalt mit einem Besuch in der Apotheke-Bar in Chinatown zu verbinden, der sollte sich diese nicht entgehen lassen – namentlich dann, wenn wie gestern Live Jazz auf dem Programm steht (normalerweise montags, keine Cover Charge) und man sich kurz vor Konzertbeginn um 21.30 Uhr eine der stilvollen Sitzgelegenheiten ergattern kann. Von aussen nicht einmal angeschrieben (ja, nicht zögern, einfach hineingehen, auch wenn an der Doyers Street 9 das Schild des „Gold Flowers Restaurant“ prangt), bietet die Apotheke von innen einen sehr stimmungsvollen Anblick, der nicht nur Ihrem Arzt oder Apotheker gefallen wird, – und exquisite Drinks.

Für Hungrige bietet sich davor ein Abstecher ins nahegelegende chinesische Restaurant Jing Fong an – zu dritt konnten wir uns den Bauch für rund 80 USD mehr als nur voll schlagen (Metro-Haltestelle Canal Street). Den Abend ausklingen lassen kann man gemütlich auf der Dachterrasse der Rooftop Bar 230 Fifth (Metro-Haltestelle 23 Street) mit direktem Blick auf das Empire State Building.

Bei einem Cüpli – oder einer heissen Schokolade. Enjoy.

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Best of Chicago

30. Mai 2009

Cloud Gate Millennium Park Chicago

Auf den expliziten Wunsch eines treuen Blog-Lesers hin habe ich in enger Kooperation mit einer profunden Chicago-Kennerin eine kleine (subjektive) „Best of Chicago“-Auswahl zusammengestellt. Viel Vergnügen in der „windy city“ –  und herzlichen dank an Melanie für die tollen Tipps.

Architektur
Chicago ist die eigentliche Geburtsstadt der Wolkenkratzer und bietet heute ein eindrückliches Ensemble an Skyscrapern. Am besten lassen sich diese architektonischen Meisterleistungen im Rahmen einer River Architecture Tour bewundern – sehr empfehlenswert! Viel besser als eine Rundfahrt im Sightseeing-Bus.

Sightseeing
Im Herzen von Chicago liegt der Millennium Park mit seiner Hauptattraktion, dem Cloud Gate aus Spiegel (s. Bild), das sich bestens für ein Erinnerungsfoto eignet. Auch sehenswert im Park sind der Jay Pritzker Pavilion („the most sophisticated outdoor concert venue of its kind in the United States“) sowie die interaktive Crown Fountain – eine animierte Kunstsäule. Im Park finden zudem regelmässig spezielle Events statt.

Ebenfalls sehr empfehlenswert als Ausflugsziel: Navy Pier, „Chicago’s lakefront playgound“, von wo man einen tollen Blick auf die Skyline von Chicago werfen und auch die River Architecture Tour in Angriff nehmen kann. Am besten ist die Aussicht natürlich vom Riesenrad aus (die $6 lohnen sich).

Zu den weiteren bekannten Attraktionen von Chicago zählen unter anderem der Lincoln Park Zoo sowie das Shedd Aquarium. Nachts (bis ca. 22.00 Uhr) bietet auch die beleuchtete Buckingham Fountain (Al Bundy’s Brunnen) im Grant Park einen spektakulären Anblick!

Etwas „off the beaten track“ ist das Wrigley Field Stadion, das Heimstadion des Baseball-Teams Chicago Cubs, eine Stippvisite wert: Beim Rundgang um das Stadion können zahlreiche Sitzplätze, die auf den Hausdächern in der direkten Nachbarschaft des Stadions errichtet worden sind, erspäht werden.

Museen
In Chicago gibt es eine Vielzahl an Museen. Besonders empfehlenswert sind – je nach Interesse – das Museum of Science and Industry, das Field Museum, das Museum of Contemporary Art und das Art Institute of Chicago. Letzteres bietet jeden Donnerstagabend von 17 bis 20 Uhr freien Eintritt.  Astronomie-Fans kommen im Adler Planetarium auf ihre Kosten.

Strand
„Unbedingt Chicagos Strände besuchen – man fühlt sich wie am Meer!“ – eine Aussage, die ich bestätigen kann. Im Sommer bietet sich sogar ein Bad im Lake Michigan an – herrlich!

Sportanlässe
Die Chicago Bulls sind in Europa sogar bei Nicht-Basketball-Fans ein Begriff – und ein Besuch eines Spiels ist (zumindest auf den günstigeren Plätzen) auch fürs Portemonnaie einigermassen verkraftbar. Und ein tolles Erlebnis obendrein. Baseball oder American Football schaut man sich am besten in einem Pub an.

Essen
Das wahrscheinlich beste Steak in Chicago (oder gar „anywhere“) gibt es im Morton’s Steakhouse – für Leute, die es sich gut gehen lassen wollen, wärmstens empfohlen. Ebenso saftig wie das Fleisch sind indes auch die Preise. Für ein günstiges Menü (d.h. ohne viele Beilagen und Vorspeisen), dafür mit warmem Schokoladen-Kuchen zum Dessert und einem Glas Wein zum Essen, muss man mit gegen 100 Dollar rechnen. Aber die sind es auch wert, zumal der Gast sein Fleisch anhand von echten Fleisch-Exemplaren (anstelle einer Speisekarte) auswählen darf.

Wer günstiger ein Steak essen möchte, kann beispielsweise dem Chicagoer Ableger von TGI Friday’s einen Besuch abstatten und findet dort für unter $20 ein leckeres Stück Fleisch. Halt einfach ohne weisse Tischtücher. Und ohne Schokoladen-Kuchen.

Ein Muss ist auch ein Besuch bei Giordano’s, wo es die berühmten Chicagoer „deep dish“- resp. „stuffed“-Pizzen gibt. Genügend Zeit einberechnen!

Weitere empfehlenswerte Lokale: Weber Grill für Grill-Speisen aller Art, P.J. Clarke‘s für amerikanische Küche sowie Carnivale für latinamerikanische Speisen.

Das Restaurant Signature Room im 95. Stock des John Hancock Center ist aus Rücksicht auf das Portemonnaie nur mittags (dann aber abgesehen von der Warteschlange ohne Einschränkung) zu empfehlen. Ein Burger mit toller Aussicht und weissen Tischtüchern ist mittags für rund 15 Dollar zu haben. Ein echtes Schnäppchen.

Ausgang
Mein absoluter Lieblingsort in Chicago am Abend: Die Signature Lounge (nicht das Restaurant!) im 96. Stock des John Hancock Center. Keine Cover Charge – und für die tolle Aussicht auf das nächtliche Chicago ganz vernünftige Preise. Es sind auch kleine Snacks erhältlich.

Weitere Ausgangslokale: Duffy’s, eine gemütliche Bar zum Ausgehen, sowie die vielen Sport-Bars am Schnittpunkt von Clark Street und Newport Avenue, wo vor allem an den Wochenenden eine tolle Stimmung herrscht.

Musik
Der Besuch in einem Blues-Club mit Live-Musik ist in Chicago fast ein Muss. Zu empfehlen sind die Lokale B.L.U.E.S (7 Tage die Woche, nur Drinks) sowie Buddy Guy’s Legends (Essen und Drinks). Wer Glück hat, trifft in letzterem Club sogar auf seinen Besitzer Buddy Guy himself.

Shopping
Wer dieser Tage etwas auf sich hält (so habe ich gehört), nützt seinen Besuch in Chicago für einen Einkauf bei Abercrombie & Fitch (im Water Tower Place neben dem John Hancock Center, wo sich u.a. auch ein Ableger von Hollister Co. findet). Ein Besuch im  Warenhaus von Macy’s scheint ebenfalls  unvermeidlich. Die Plastiktaschen mit rotem Stern sind jedenfalls überall anzutreffen, und die Auswahl an verschiedensten Markenkleidern ist tatsächlich beeindruckend.

Ausflüge
Wer Chicago für einen Tag verlassen möchte, kann beispielsweise mit dem Zug nach Milwaukee reisen und sich die dortigen Bierbrauereien ansehen. Es werden Besichtigungen der Miller und der Lakefront Brewery angeboten.

Sehenswert ist auch der Oak Park, Heimat des Schriftstellers Ernest Hemingway. Dort finden sich auch diverse Häuser von Frank Lloyd Wright.

Japan-Fotos: Best of Sakura 2009

17. April 2009

Maruyama Koen, Kyoto

Ich gestehe: Man muss nicht immer in die Ferne schweifen. Auch die Kirschbäume im Aargau, die derzeit in voller Blühte stehen, sind eine Augenweide.

Dennoch haftet den japanischen Kirschbäumen etwas Besonderes an. Und sei es nur, dass ihre Blühte von den Japanerinnen und Japanern richtiggehend zelebriert wird. Beispielsweise in der Form von nächtlichen Sakura-Beleuchtungen, wie im Maruyama Koen in Kyoto.

Eine Auswahl meiner Sakura-Aufnahmen aus Japan ist öffentlich zugänglich. Wer sich dafür interessiert, wird hier fündig. Viel Vergnügen!

The Art Institute of Chicago

5. Dezember 2008

The Art Institute of Chicago

Um das drohende „1, 2, oder 3 – letzte Chance, vorbei“ doch noch abzuwenden, gönnte ich mir heute Donnerstagabend eine letzte Auszeit vor dem grossen Prüfungsfinale und besuchte in Downtown Chicago das „Art Institute of Chicago“.

Das Museum überzeugt in erster Linie durch seine riesige Vielfalt an Ausstellungsobjekten, von altertümlicher agyptischer, griechischer und römischer Kunst über asiatische Werke und die europäischen Klassiker (inkl. den Impressionisten Monet und Manet) bis hin zu Pop-Art und  zeitgenössischen Werken. Die Auswahl an moderner Kunst ist zurzeit indes (noch) etwas beschränkt – mit der Eröffnung des neuen Flügels im nächsten Frühling wird sich dies aber voraussichtlich ändern. Dafür bietet das Museum zurzeit eine aufwändige Sonderausstellung von alten europäischen Wandteppichen.

Überzeugend am Museum ist auch der Gratis-Eintritt am Donnerstagabend von 17.00 bis 20.00 Uhr – und der Umstand, dass man in den Dauerausstellungen ohne Blitz Fotos machen darf. So kann ich nicht nur den obigen Einblick ins Museum ganz legal bieten, sondern auch das nachfolgende Meisterwerk von Edward Hopper.

Nighthawks

Der Titel des Bildes übrigens könnte für meine bevorstehenden Lern- und Prüfungstage passender nicht sein: „Nighthawks“ – Nachtschwärmer.

Indian Summer an der Ostküste

29. Oktober 2008

Meine Bildungsreise an die Ostküste war ein voller Erfolg: zwei herrliche Herbsttage mit Sonnenschein in Boston und New Haven – und ein bewölkter dritter Tag, den ich folglich ohne schlechtes Gewissen weitgehend dem Studium widmen konnte.

So unterschiedlich die beiden Städte Boston und New Haven allein schon aufgrund ihrer Grösse waren, eines hatten sie – und die Ostküste dazwischen, der ich im Amtrak entlang gefahren bin – gemeinsam: Bäume mit leuchtenden Blättern in den wunderbarsten Herbstfarben. Stellvertretend eine Aufnahme vom Rande des Parks „Boston Commons“ im Herzen dieser europäisch angehauchten Küstenstadt.

Es lebe der Indian Summer.

Chicago at night

21. Oktober 2008

Blick aus der Bar des „Signature Room“ im 96. Stock des John Hancock Centers: Chicago at night inklusive Ufo – wie von einem anderen Stern.

Downtown Chicago

12. Oktober 2008

Vor gut anderthalb Wochen hatte ich in meinem Beitrag zur Chicago Skyline at night von Chicagos Innenstadt geschwärmt. Heute nahm ich mir endlich die Zeit, eine entsprechende Foto-Auswahl zusammenzustellen, welche diese Aussage hoffentlich zumindest einigermassen zu untermauern vermag.

Wer Lust hat, kann sich mein – zugegeben sehr architekturlastiges – Foto-Album von Downtown Chicago gerne ansehen. Die drei ersten Bilder zeigen die Aussicht aus dem Panorama-Restaurant im John Hancock Center, die mittlere Foto-Serie habe ich zu einem grössten Teil während einer „Chicago River Architecture Tour“ vom Sightseeing-Boot aus aufgenommen, und die letzten Abendstimmungen stammen vom Navy Pier.

Für alle anderen habe ich das meines Erachtens stimmungsvollste Bild bereits oben eingefügt. Chicago bei Nacht – einfach wunderbar. Mittlerweile weiss ich auch weshalb: Es gibt keine Leuchtreklamen, welche die nächtliche Ruhe und Eleganz stören.

Ganz anders als beispielsweise in Tokyo’s Ikebukuro at night, dafür fast wie japanische Tempel bei Nacht (1/2/3).

Chicago Skyline at night

30. September 2008

Downtown Chicago ist von der Gestalt und Architektur her eine wunderschöne Stadt: Viele unterschiedliche,  aber sich wunderbar zu einem Ganzen fügende Hochhäuser, die zumeist von renommierten Architekten erbaut wurden. Dazwischen viel Luft, Raum und Licht, was dem Besucher auch im Herzen der Stadt stets ein Gefühl der Leichtigkeit und Unbeschwertheit vermittelt.

Am Tag – ganz besonders aber auch in der Nacht.

Pazifischer Ozean

1. August 2008

Blick auf den Pazifik, aufgenommen vom Usuzan in Hokkaido (Japan)

New York Bar im Park Hyatt Tokyo

11. September 2007

Lost in Translation im Park Hyatt Tokyo

Wer den Film „Lost in Translation“ von Sofia Coppola mit Bill Murray und Scarlett Johansson in den Hauptrollen gesehen hat, dem ist die obige Szene und somit auch die New York Bar im Park Hyatt Tokyo ein Begriff.

Wie manch ein „Lost in Translation“-Fan hatte ich mir vor meiner Abreise in den Austausch nach Japan den Vorsatz gefasst, dieser heute weltbekannten Bar einen Besuch abzustatten. Es sollte der einzige Vorsatz bleiben – und alsdann bis zum zweitletzten Abend meines Aufenthalts dauern, bis ich ihn in die Realität umsetzte.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Aussicht auf das nächtliche Tokyo ist grossartig, das Hotel sowieso. Dank gemütlichem Live-Jazz der perfekte Ort, um einen ausklingenden fünfmonatigen Japan-Aufenthalt bei einem Bier nochmals Revue passieren zu lassen.

4 Guinness Stout: 4952
1 Crispy Fries: 1428
2 Cover Charge: 3808
Subtotal: 10188
Service Charge: 638
Tax Total: 541
Amount Due: 11367

11367 Yen, umgerechnet rund 115 Schweizer Franken, für vier Guinness und eine Portion Crispy Fries. Andernorts würde man sich beklagen.

Hier nicht.