Über den Wolken

minna-san, konnichi-ha!

Lange ist es her, seit ich mich mit einem kurzen Rückblick auf meine gelungenen USA-Sommerferien zum letzten Mal im Blog zu Wort meldete und anschliessend – wortlos – in eine „kreative Pause“ (Harald Schmidt) abtauchte. Bei allen Leserinnen und Lesern, die in der Zwischenzeit auf der Suche nach einem neuen Beitrag vergebens auf kokoa41 vorbeigeschaut haben, möchte ich mich hiermit herzlich entschuldigen. Gomenne – es war nicht persönlich gemeint.

Vielmehr hat sich in den letzten Monaten einiges geändert im Leben des Gaijins, der zwischen September 2006 und Juli 2009 keinen einzigen blog-beitrag-losen Monat zu verzeichnen hatte und nun während mehr als drei Monaten in der Versenkung verschwunden ist. Aus dem unternehmerisch aktiven Studenten ist ein Angestellter geworden, aus dem Aargauer und Wochenaufenthalter in St. Gallen ein Wahl-Zürcher (mit Betonung auf Wahl), aus dem Einzelkämpfer eine schlechtere Hälfte. Das Startup-Baby aktionis.ch ist in neue Hände übergegangen, und das Zielpublikum für viele der zumeist nächtlichen Schreibaktivitäten ist noch kleiner geworden, als es die erlesene, aber öffentliche kokoa41-Community ist. Und dies alles ist auch richtig so. Denn wie heisst es so schön: Alles zu seiner Zeit.

Wer weiss, vielleicht werden eines Tages wieder andere Zeiten anbrechen, in denen dieser Blog neue Blütezeiten erleben wird. Eingemottet wird er jedenfalls nicht. In den kommenden Wochen und Monaten wird die Schreibkadenz indes voraussichtlich weiterhin gering ausfallen. Man möge es mir nachsehen. Aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben – und meine Freude am Schreiben ist geblieben, ebenso wie jene am Beobachten der Facetten verschiedenster Kulturen.

Die nächste Kultur, die ich aus der Nähe beobachten kann, ist – erneut – die amerikanische: Während ich diese Zeilen schreibe, befinde ich mich hoch über den Wolken, im Flugzeug nach New York – meine erste interkontinentale Geschäftsreise. Gemischt sind die Gefühle, da ich mich zwar auf New York freue (der Aufenthalt im letzten Dezember ist mir abgesehen vom Christmas Tree vor dem Rockefeller Center in durchwegs positiver Erinnerung geblieben), gleichzeitig jedoch auch befürchte, von der Stadt dieses Mal nicht allzu viel mitzubekommen. Wie es halt Geschäftsreisen so an sich haben. So werde ich zufrieden sein, wenn ich Ende Woche auf der Rückreise von mir sagen kann, neben dem Arbeiten auch ein feines amerikanisches Steak gegessen zu haben. Falls es sogar für eine Jogging-Runde im Central Park oder für einen Besuch in der Rooftop Bar 230 Fifth reichen sollte, umso besser. Immer schön bescheiden bleiben, sich aber auch ab und zu etwas gönnen – so meine Devise, einst wie heute.

Ein „Lipton Yellow Label“-Tee mit Milch und Musik des Schweizer Soul-Musikers im Ohr begleiten mich auf meiner Reise. Es sind die kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen. Halten wir die Augen offen nach ihnen.

Advertisements

4 Antworten to “Über den Wolken”

  1. Fred Says:

    Oh, bist Du nun Bankster geworden?

  2. Maria S. Says:

    Was war denn nicht so gut am Weihnachtsbaum am Rockefeller Center?

    Ich war Ende November 2008 dort wo man gerade im Begriff ihn aufzustellen. Das war leider alles was ich davon mitbekam.

    Mir hätte er bestimmt gefallen – dort, wo er auch hingehört :))

  3. kokoa41 Says:

    Hallo Maria

    Den Rockefeller-Weihnachtsbaum hatte ich aus dem Fernsehen als riesigen Baum in Erinnerung. Als wir im Dezember 2008 um die Ecke bogen, auf den Platz vor dem Rockefeller Center, wo der Baum steht, war ich enttäuscht: Der Baum war kleiner, als ich ihn in Erinnerung hatte (v.a. von der Seite her gesehen) – und die Eisfläche, auf der die vielen Menschen Schlittschuh liefen, war mit Wasserlachen übersät. Nicht gerade ein sehr glamuröser Anblick… was indes einen Amerikaner nicht daran hinderte, seinem Gesprächspartner am Handy lautstark mitzuteilen: „You should be able to see it… it’s New York at its very best.“ 😉

    Wünsche allen einen guten Start in ein gefreutes neues Jahr!

  4. Maria S. Says:

    Da ging es Dir ja wo wie mir als ich zum ersten Mal die Meerjungfrau von Kopenhagen sah… ich fragte einen Dänen in welche Richtung wir laufen müssten um sie zu sehen, dabei war sie nur ca. 100 m von uns entfernt.

    Und…. wann gibt es im Blog mal wieder was Neues zu Lesen?:))

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: