Archive for Juli 2009

Nachtrag: US-Westküste

31. Juli 2009

Sonnenuntergang im Grand Canyon

Die Reise durch Kalifornien, Nevada und Arizona war ein voller Erfolg – auch wenn mir (soviel gleich vorne weg) in Las Vegas kein Spielglück zuteil kam. Aber ich, der ich von der Irrationalität des wiederholten Glückspiels überzeugt bin, hätte einen Spielgewinn auch nicht verdient gehabt.

Neben den eindrücklichen Küsten-, Landwirtschafts- und Wüstenlandschaften und den Städten San Francisco, Los Angeles, San Diego, Tijuana (Mexiko) und Las Vegas mit ganz verschiedenartigen Charakteren bleibt mir vor allem der Ausflug zum und in den Grand Canyon in bester Erinnerung. Eindrücklich, Gesteinsschichten aus rund einem Drittel der Erdzeit (die untersten Schichten sind über 1.5 Milliarden Jahre alt) innert weniger Stunden durchwandern zu können.

Ebenfalls in bester Erinnerung bleibt mir die hohe Hilfsbereitschaft der Amerikaner. Beispielsweise unsere Auto-Vermieterin in San Francisco, die uns den Zuschlag von 25 USD pro Tag, der für Fahrer unter 25 Jahre erhoben wird, grosszügig erliess, weil der eine Fahrer über 25 Jahre alt war. Oder der Buschauffeur in der Nähe des Flughafens in Las Vegas, der uns gratis zum nahegelegenen grossen Bus-Zentrum brachte, von wo wir – gegen Bezahlung – den richtigen Bus zurück ins Zentrum nehmen konnten. Oder die beiden Damen in der Frequent-Traveller-Lounge von U.S. Airways am Flughafen in Las Vegas, die uns (Nicht-Frequent-Travellern…) im Sinne einer ausserordentlichen Ausnahme erlaubten, an ihrem (!) Computer den Web-Check-in für unseren Rückflug durchzuführen, weil United nicht dazu imstande war. Und sowieso nicht die allerzuverlässigste Airline zu sein scheint, was übrigens auch die United-Angestellte selber ohne Umschweife bestätigte (Sinngemäss: Wir: „United is not a reliable carrier… too many delays.“ Sie: „Yes, that’s true, this happens often.“) .

Beigetragen zum positiven Erlebnis hat mit Sicherheit auch der Umstand, dass das Thema „Sicherheit und Kriminalität“ während unseres Urlaubs kaum zur Sprache kam. Ganz im Gegenteil zu meinem Aufenthalt in Chicago, wo die stete Unsicherheit ein ungeliebter, aber umso treuerer Begleiter war.

Doch, es war ein rundum gelungener USA-Aufenthalt. So gelungen, dass mir dieses Mal sogar das „Tippen“ (Bediengeld geben) nichts ausmachte.

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