Hanami

Hanami im Yoyogi-koen in Tokyo

Hanami (花見) bedeutet wörtlich so viel wie „Blumen resp. Blüten schauen“, wobei sich der Ausdruck in Japan stets auf die Blüten der japanischen Kirschbäume  bezieht.

Es handelt sich dabei um eine japanische Tradition, die von Alt und Jung gleichermassen gelebt wird. Um dem Anlass auch in sprachlicher Hinsicht die gebührende Ehre zu erweisen, wird zuweilen auch von o-hanami gesprochen. Zum Kirschblühten-Schauen gehört – nebst Speis und Trank (wobei bei den Erwachsenen Bier und japanischer Sake zu den beliebtesten Getränken zählen) – eine Unterlage, die unter den blühenden Kirschbäumen ausgebreitet werden kann. (In der Regel eine stabile blaue oder grüne Plastik-Blache mit Ösen an den Rändern, für die, die es interessiert, oder für die, die wie wir zu Hause auch ein solches Exemplar besitzen. Woher auch immer.) Was dem westlichen Betrachter beim Anblick der idyllischen Szenerie auffällt: Die Schuhe werden ausgezogen, ehe man die Blache betritt. Alles hat seine Ordnung, Dreck auf der Blache hin oder her.

Zusammengefasst könnte man Hanami also beschreiben als ein Picknick unter blühenden Kirschbäumen.

Respektive, wenn die Senioren und Mütter mit ihren Kindern den abendlichen Hanami-Besuchern Platz gemacht haben, zuweilen auch: als ein Botellón unter blühenden Kirschbäumen. Einfach mit Dosen anstatt mit Flaschen.

Und mit Stil.

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