Archive for April 2009

Früchte

26. April 2009

Früchte in einem Konbini in Kanazawa

Müsste eine Rating-Agentur den japanischen Früchten ein Gütesiegel erteilen – die Bestnote AAA wäre ihnen auf sicher. So werden denn die Früchte in den japanischen Läden auch so verpackt, als wären sie kleine Kostbarkeiten.

Und entsprechend vornehm ist auch ihr Preis: Ein Apfel, 220 Yen – umgerechnet zurzeit fast 2.60 CHF.

Aber eben: Qualität hat ihren Preis. Sorgfältig eingepackte sowieso.

Advertisements

Hanami

21. April 2009

Hanami im Yoyogi-koen in Tokyo

Hanami (花見) bedeutet wörtlich so viel wie „Blumen resp. Blüten schauen“, wobei sich der Ausdruck in Japan stets auf die Blüten der japanischen Kirschbäume  bezieht.

Es handelt sich dabei um eine japanische Tradition, die von Alt und Jung gleichermassen gelebt wird. Um dem Anlass auch in sprachlicher Hinsicht die gebührende Ehre zu erweisen, wird zuweilen auch von o-hanami gesprochen. Zum Kirschblühten-Schauen gehört – nebst Speis und Trank (wobei bei den Erwachsenen Bier und japanischer Sake zu den beliebtesten Getränken zählen) – eine Unterlage, die unter den blühenden Kirschbäumen ausgebreitet werden kann. (In der Regel eine stabile blaue oder grüne Plastik-Blache mit Ösen an den Rändern, für die, die es interessiert, oder für die, die wie wir zu Hause auch ein solches Exemplar besitzen. Woher auch immer.) Was dem westlichen Betrachter beim Anblick der idyllischen Szenerie auffällt: Die Schuhe werden ausgezogen, ehe man die Blache betritt. Alles hat seine Ordnung, Dreck auf der Blache hin oder her.

Zusammengefasst könnte man Hanami also beschreiben als ein Picknick unter blühenden Kirschbäumen.

Respektive, wenn die Senioren und Mütter mit ihren Kindern den abendlichen Hanami-Besuchern Platz gemacht haben, zuweilen auch: als ein Botellón unter blühenden Kirschbäumen. Einfach mit Dosen anstatt mit Flaschen.

Und mit Stil.

Japan-Fotos: Best of Sakura 2009

17. April 2009

Maruyama Koen, Kyoto

Ich gestehe: Man muss nicht immer in die Ferne schweifen. Auch die Kirschbäume im Aargau, die derzeit in voller Blühte stehen, sind eine Augenweide.

Dennoch haftet den japanischen Kirschbäumen etwas Besonderes an. Und sei es nur, dass ihre Blühte von den Japanerinnen und Japanern richtiggehend zelebriert wird. Beispielsweise in der Form von nächtlichen Sakura-Beleuchtungen, wie im Maruyama Koen in Kyoto.

Eine Auswahl meiner Sakura-Aufnahmen aus Japan ist öffentlich zugänglich. Wer sich dafür interessiert, wird hier fündig. Viel Vergnügen!

Vom Nutzen rudimentärer Japanisch-Kenntnisse

15. April 2009

Restaurant Mikado, Takayama

Es sind die schönen Momente eines Japan-Reisenden: Auf der Karte des Rickshaw Inn in Takayama, wo ich die letzte Nacht meiner 7-tägigen Reise mit dem JR Japan Rail Pass verbracht habe, war eingezeichnet, dass ich beim „Restaurant Mikado“ links abbiegen müsste.

Als ich vor dem obigen Gebäude stand, wusste ich: ich war richtig. みかど – mikado.

So nützlich können rudimentäre Japanisch-Kenntnisse sein.

Sakura: Kirschblühte in Japan

13. April 2009

Sakura und Fotograf: Hikarigaoka, Tokyo, 2009

Es war einer losgezogen, um sich die Kirschblühte in seiner zweiten „Heimat“ Japan anzusehen. Und er wurde mit einer Sakura belohnt, die ihren Beschreibungen in nichts nachstand.

運がよかった – un ga yokatta, was frei übersetzt soviel bedeutet wie „das Schicksal meinte es gut mit mir“. Blühende Kirschbäume, wohin ich kam – von Tokyo über Kyoto, Nara, Kobe, Osaka, Kurashiki und Himeji bis hin nach Kanazawa. Und auch der Wettergott stand auf meiner Seite und liess Nihon während meines zweiwöchigen Japan-Aufenthalts an der Mehrzahl der Tage im Sonnenlicht erstrahlen. Zuvor hatte er mit kühlem Wetter in der zweiten Hälfte des März dafür gesorgt, dass die Sakura-Bäume mit ihrer Blühte genau bis zu meiner Ankunft warteten. So jedenfalls die Schilderung meiner Gasteltern, die sich mit dem Bericht auf japan-guide.com zu decken scheint:

Because of an unusually warm February and first half of March, cherry blossoms started to open several days ahead of their average schedule this year. However, a big drop in temperatures in the second half of March slowed down the blossoms considerably in many cities of Japan, resulting in delayed full bloom.

Und am Tag meiner Rückkehr schneite es Kirschblühten. Ein Timing, das besser nicht hätte sein können. Dankeschön.

Ich komme wieder.