Japanisches karē raisu

Japanisches kare raisu

In kulinarischer Hinsicht stand bei mir die letzte Woche ganz im Zeichen einer „International Week“. Am Montagabend gönnte ich mir seit langem wieder einmal bei McDonald’s einen Burger mit Pommes frites und einer grossen Cola. Ganz wie damals am Flughafen O’Hare in Chicago nach meiner Ankunft im Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Und am Dienstagmittag übte ich mich – erst zum zweiten Mal in nunmehr genau zwei Jahren – als japanischer Koch und zauberte ein karē raisu, was so viel heisst wie „Curry Rice“, auf den Tisch.

Kenner der japanischen Küche werden bemerken: „Naja, so schwierig ist das nicht.“ Und in der Tat heisst es sogar auf Wikipedia:

One reason why curry is so popular in Japan is that it is very easy to make compared to many other Japanese dishes. It can be made from a ready-made curry sauce mix, or roux (カレールー), in under an hour.

Allein: Ich konnte auf der japanischen Packung der besagten Curry-Würfel, die den ganzen Charakter des japanischen karē ausmachen, kaum etwas lesen, geschweige denn verstehen, und hatte auch keine Lust, mich darin zu üben oder eine kurze Internet-Recherche durchzuführen. So kochte ich denn das Curry grösstenteils nach dem bewährten Rezept „Freestyle“ resp. „Handgelenk mal Pi“, mit der kleinen Bildanleitung auf der Verpackung als einziger Unterstützung.

Als Zutaten verwendete ich gewürfeltes Schweinefleisch, Zwiebeln, Kartoffeln und Karotten. Schenkt man obigem Wikipedia-Beitrag Glauben, deckte ich damit sogar alle Grundzutaten des karē raisu ab.

Geschmeckt hat das karē jedenfalls genau so, wie ich es in Erinnerung hatte. Hätte ich zusätzlich auch noch japanischen Reis zur Hand gehabt anstelle von Uncle Ben, der als „lender of last resort“ meines Vorrats spontan in die Bresche springen musste, ich hätte in Anlehnung an Norah Jones stolz behaupten können: „Tasted like home“.

Gegessen habe ich das kare raisu natürlich – wie es sich in Japan gehört – nicht mit Gabel und Messer oder Essstäbchen, sondern stilecht mit dem Löffel.

gochisosama deshita.

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3 Antworten to “Japanisches karē raisu”

  1. mds Says:

    Das erinnert mich an das japanische Schnitzel mit Curry, das ich kürzlich bei «Wagamama» ass … ziemlich authentisch! 🙂

    Ich hoffe, heute musstest Du nicht selbst kochen – herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! 😀

  2. June Says:

    „Gegessen habe ich das kare raisu natürlich – wie es sich in Japan gehört – nicht mit Gabel und Messer oder Essstäbchen, sondern stilecht mit dem Löffel.“

    Isst man Curry in Indien nicht mit Löffeln? :/ Ich mein mit Stäbchen etc. wäre das doch total unpraktisch. T__T

  3. kokoa41 Says:

    Keine Ahnung, wie man das Curry in Indien isst. Ich selber esse aber beispielsweise ein Schweizer Riz Casimir nicht mit dem Löffel, sondern mit Gabel und Messer. Aus diesem Grund war der Löffel für mich nicht das naheliegendste Besteck… jedenfalls zu Hause in der Schweiz.

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