Basketball

Chicago Bulls vs. Atlanta Hawks (11. November 2008)

Heute Abend war es soweit: Ich besuchte mein erstes Live-Basketballspiel, Chicago Bulls gegen Atlanta Hawks.

Mein Fazit: Der Abend hat Spass gemacht – ich würde jedoch wahrscheinlich auch dann kein eingefleischter Basketball-Fan werden, wenn ich noch länger in den USA bliebe. Chicago Bulls-Mütze hin oder her.

Der Grund: Ein Basketball-Spiel ist im Vergleich zu einem Fussball- oder Eishockey-Spiel aufgrund von Fouls (mit den darauffolgenden Freiwürfen) und Time Outs von sehr vielen Unterbrüchen geprägt. Zudem scheinen die Zuschauer das Spektakel eher unbeteiligt zu verfolgen: Klatschen bei schönen Punkten ja, ein darüber hinausgehendes Anfeuern der Mannschaft weitgehend nein. Vielleicht ist der Grund für diese (zumindest scheinbar) tiefe Identifikation mit dem Spiel (wie von meinem schwedischen Mitstudenten und „Team Leader des Abends“ vermutet) auch darin zu suchen, dass bei rund 100 Punkten pro Mannschaft und Spiel das Korberzielen zu alltäglich ist, als dass die Zuschauer richtiggehend mitfiebern könnten.

Langweile kommt indes auch unter den obigen Umständen nie auf – den vielen Show- und Unterhaltungs-Acts sei Dank. Ob Trommler, Tänzerinnen, Tänzer auf Stelzen, Springseil-Akteure, „Chicago Bulls“-Männchen-Rennen oder Kia-Fallschirme, die von der Stadiondecke herabflattern – während jedem Unterbruch wird den Zuschauern etwas geboten. Und wenn in einer Pause jemand die Tafel „Louder“ resp. „Noise“ auf dem Spielfeld in die Höhe hält, kann sogar das Basketball-Publikum richtig laut werden. Jedenfalls so lange auf der Anzeige der Lautstärke-Pegel aufgeschaltet ist.

Der heutigen (leider verdienten) Niederlage der Chicago Bulls kann ich denn erfreulicherweise immerhin einen mindestens ebenso Aufsehen erregenden Sieg gegenüberstellen: „Mein“ Hinckley Springs Truck (Nr. 3) hat im Hinckley Springs Grand Prix (will heissen: drei computersimulierte Lastwagen fuhren auf der Leinwand auf dem Anzeigewürfel um die Wette) gewonnen, und zwar unter tobendem Applaus, wie er am heutigen Abend sonst kaum einmal zu hören war.

PS: NZZ-Matchbericht

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3 Antworten to “Basketball”

  1. der spasti Says:

    das „‚Chicago Bulls‘-Männchen-Rennen“ esch jo wohl wältklass!! soooooo geil 😉

  2. kokoa41 Says:

    Das fanden wir – und der Rest der Zuschauer – auch, v.a. weil das unterste Männchen auf der letzten Runde (= Video) fast seinen Kopf verloren hat. 😉

    Offiziell heisst das Rennen übrigens „Inflata Bulls race“, powered by Verizon Wireless.

  3. Best of Chicago « kokoa41 – a gaijin’s view Says:

    […] auf den günstigeren Plätzen) auch fürs Portemonnaie einigermassen verkraftbar. Und ein tolles Erlebnis obendrein. Baseball oder American Football schaut man sich am besten in einem Pub […]

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