Finanzkrise

„Something’s gonna break“.

So kommentierte unser Professor, der bei der Federal Reserve Bank of Atlanta arbeitet, am Samstag in der „Money and Banking“-Vorlesung die neuesten Entwicklungen an den Finanzmärkten. Nach einer Woche, in welcher der Dow Jones Index 18.15% verloren hatte und sich weltweit an den Börsen die schwarzen Tage aneinander reihten. Mit Blick auf die ausgetrockneten Kreditmärkte ist es leider gut möglich, dass er in den kommenden Tagen Recht behalten wird, auch wenn die Politiker über das Wochenende auf internationaler und europäischer Ebene versuchten, mit neuen Ankündigungen und zusätzlichen Garantien die Märkte zu beruhigen.

Auch – oder gerade – an einer MBA-Schule wie der Chicago GSB, wo ein beachtlicher Teil der Absolventen eine Stelle in der Bankenwelt sucht, ist die Finanzkrise natürlich zurzeit ein ständiges Thema. Ein Thema, das – so unerfreulich es ist – zumindest meinen „Money and Banking“-Kurs, der sich aus einer makroökonomischen Sicht mit den Finanzmärkten auseinander setzt, so spannend macht, wie er wohl in den letzten Jahren und Jahrzehnten kaum einmal gewesen ist. Hoffentlich mit einem Happy End.

Wer trotz der Krise den Galgenhumor nicht ganz verloren hat, dem kann ich das folgende Satire-Video wärmstens empfehlen (vielen Dank an Jörg für den Hinweis!). Für alle anderen gilt: Hände weg.

Wünsche allerseits eine gefreute und in Börsenhinsicht hoffentlich etwas weniger schwarze neue Woche!

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6 Antworten to “Finanzkrise”

  1. Christian Says:

    Das Video ist super – wo kann man das Spiel kaufen? 😉

  2. blogsgesang.de Says:

    Vom Galgenhumor zum bitteren Ernst: Weil das Video die Realität ziemlich gut wiedergibt, muss man diese wohl ändern – und nicht nur durch Herumdoktern an den Symptomen des Systems, sondern durch einiges grundsätzliches Umdenken. Vielleicht sollte man an den famosen MBA-Schulen mal über Folgendes diskutieren:

    http://www.blogsgesang.de/2008/10/14/statt-der-symptome-den-krankheitsherd-des-finanzsystems-behandeln/

  3. mds Says:

    So kommentierte unser Professor, der bei der Federal Reserve Bank of Atlanta arbeitet, am Samstag in der “Money and Banking”-Vorlesung die neuesten Entwicklungen an den Finanzmärkten.

    Bankangestellte als Professoren? Keine gute Idee, IMHO, momentan schon gar nicht.

  4. kokoa41 Says:

    Vielen Dank für eure Kommentare – zumindest 1 MBA-Austausch-Student hat den blogsgesang-Beitrag nunmehr (mit Interesse) gelesen.

    Ich stimme zu, dass das Video die Realität leider ziemlich gut wiedergibt, wie sich vergangene Woche nunmehr auch in der Schweiz am Beispiel der UBS gezeigt hat. Gleichwohl fände ich es kategorisch falsch, alle Bankangestellten in einen Topf zu werfen und die Geeignetheit einer Person als Professor zu hinterfragen, nur weil diese (zumal bei einer staatlichen) Bank arbeitet – auch wenn in casu der besagte Professor tatsächlich nicht gerade eine didaktische Koryphäe ist.

    Wahre Koryphäen, die mit der University of Chicago verbunden sind und in ihrem gemeinsamen Blog äusserst lesenswerte Artikel zur aktuellen Finanzkrise publizieren, gibt es indes durchaus: The Becker-Posner Blog.

  5. mds Says:

    alle Bankangestellten in einen Topf zu werfen und die Geeignetheit einer Person als Professor zu hinterfragen, nur weil diese (zumal bei einer staatlichen) Bank arbeitet

    … wurde die Federal Reserve inzwischen auch verstaatlicht? 🙄

  6. der spasti Says:

    Der junge Chuck will mit einer eigenen Ranch reich werden. Als Anfang kauft er einem Farmer ein Pferd ab. Er übergibt dem Farmer seine ganzen 100 Dollar und dieser verspricht, ihm das Pferd am nächsten Tag zu liefern.

    Am nächsten Tag kommt der Farmer vorbei und teilt Chuck eine schlechte Nachricht mit: „Es tut mir leid, Kleiner, aber das Tier ist in der Nacht tot umgefallen.“ Meint Chuck: „Kein Problem. Gib mir einfach mein Geld zurück.“ „Geht nicht“, eröffnet ihm der Farmer. „Ich habe das Geld gestern bereits für Dünger ausgegeben.“

    Chuck überlegt kurz. „Na dann“, fängt er an, „nehme ich das tote Biest trotzdem.“ „Wozu denn?“ fragt der Farmer. „Ich will es verlosen“, erklärt ihm Chuck. „Du kannst doch kein totes Pferd verlosen!“, staunt der Farmer. Doch Chuck antwortet: „Kein Problem! Ich erzähl‘ einfach keinem, dass es schon tot ist…“

    Monate später laufen sich Chuck – fein in Anzug und schicken Schuhen – und der Farmer in der Stadt über den Weg. Fragt der Farmer: „Chuck! Wie lief’s denn mit der Verlosung des Pferde-Kadavers?“ „Spitze“, erzählt ihm Chuck. „Ich habe über 500 Lose zu je 2 Dollar verkauft und meine ersten 1’000 Dollar Profit gemacht.“ „Ja… gab’s denn keine Reklamationen?“ „Doch – vom Gewinner“, sagt Chuck. „Dem habe ich dann einfach seine 2 Dollar zurückgegeben.“

    Heute verkauft Chuck strukturierte Finanzprodukte bei Goldman Sachs

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