Autos

Am vergangenen Sonntag kostete an einer Tankstelle auf dem Land im Süden von Chicago eine Gallone bleifreies Benzin USD 3.329, das macht ziemlich genau 0.88 USD pro Liter (eine Gallone entspricht rund 3.8 Liter).

Auch wenn es eine eher günstige Tankstelle war und der Benzinpreis durchschnittlich womöglich etwas höher liegt: Kein Wunder, fahren bei solch tiefen Benzinpreisen immer noch viele Amerikaner Autos, welche die Bezeichnung Auto eigentlich gar nicht mehr verdienen.

Eher Ungetüm oder so. Das obige übrigens angetroffen im Zentrum von Downtown Chicago.

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4 Antworten to “Autos”

  1. amade.ch Says:

    das ist nun etwas gar simplifizierend. um Deine aussage zu kontern, braucht es nur einen blick auf die entwicklung des benzinpreises in den usa in den vergangenen 2-3 jahren. dann wirst Du feststellen, dass es für die us-amerikaner viel, viel teurer geworden ist. das ist auch der grund dafür, das aktuell extrem viel weniger solche suv verkauft worden sind. dagegen verkaufen mini und smart extrem gut.

    im bild sehen wir im übrigen einen dodge ram.

  2. kokoa41 Says:

    Hallo amade

    Vielen Dank für deinen Kommentar (und sorry für meine späte Antwort)! Du hast natürlich Recht: Der Benzinpreis ist auch in den USA in den vergangenen Jahren spürbar angestiegen, wie beispielsweise die Grafik auf der folgenden Übersichtsseite zu den „U.S. Retail Gasoline Prices“ eindrücklich belegt. Dies hat nicht nur dazu geführt, dass das Autofahren teurer geworden ist, sondern dass auch weniger grosse Fahrzeuge verkauft werden – was die amerikanischen Autohersteller schmerzlich zur Kenntnis nehmen mussten (siehe z.B. „General Motors verramscht seine Spritfresser„). Auch ist es so, dass nicht jedes zweite Fahrzeug ein SUV (oder ein noch grösseres Gefährt) ist. Zumindest hier im Süden von Chicago auf dem Uni-Campus sind auf den Parkplätzen die „normalen“ Autos deutlich in der Überzahl, auch wenn ganz kleine Wagen (wie mini oder smart) eher eine Seltenheit sind.

    Nichtsdestotrotz ist es eine Tatsache, dass mir in den USA seit meiner Ankunft die vielen grossen Fahrzeuge immer wieder aufgefallen sind, nicht nur auf dem Land, sondern auch in Downtown Chicago. Natürlich wird aufgrund der steigenden Benzinpreise und der erhöhten Sensibilisierung der Bevölkerung für Energie-Fragen wahrscheinlich die Dichte an grossen Geländefahrzeugen in den kommenden Jahren weiter sinken. Im Verhältnis zur Schweiz ist die Anzahl an SUV (und insbesondere die Zahl ganz grosser Fahrzeuge wie der abgebildete Dodge), die auf den Strassen herumkurven, jedoch – zumindest gemäss meinem subjektiven Empfinden – weiterhin hoch. Dies führe ich mitunter darauf zurück, dass der Benzinpreis lange Zeit sehr tief lag und trotz des Anstiegs in den vergangenen Jahren im Vergleich zur Schweiz weiterhin relativ tief liegt. So haben sich früher viele Personen ein grosses Fahrzeug geleistet, und etliche davon lassen sich wahrscheinlich mit dem Ersetzen des Autos durch ein sparsameres Modell noch etwas Zeit. Ich gehe davon aus, dass dieser Umstellungsprozess bei einem Benzinpreis in schweizerischer Höhe (d.h. ca. 1.5 USD pro Liter) zumindest etwas schneller vonstatten gehen würde.

    Wir werden sehen und dürfen gespannt sein, was die Auto-Zukunft für die USA bereithalten wird. Zurzeit können in jedem Fall alle Aufofahrer hier in den USA wieder von etwas tieferen Benzinpreisen profitieren – seit dem Höchststand in diesem Sommer sind sie wieder um über einen halben Dollar gefallen.

  3. Nachtrag: Übergewicht « kokoa41 - a gaijin’s view Says:

    […] USA war einer der prägendsten Eindrücke zu Beginn des Austauschquartals (gefolgt von der Anzahl grosser Fahrzeuge), und ich habe mich auch nach über einem Monat in Chicago noch immer nicht daran […]

  4. amade.ch Says:

    danke für die späte aber dafür ausführliche antwort. 😉
    es tut den us-amerikanern schon gut, wenn sie sich mal mit diesen issues beschäftigen müssen. lange genug ging’s bei autos nur um die maximierung des komforts.

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