House for Sale

Bei meinem gestrigen Sonntagsausflug in den ländlichen Süden von Chicago habe ich – nicht ganz überraschend – die ersten „House for Sale“-Schilder erblickt. Angesichts der grossen Zahl an Häusern, die zum Verkauf stehen, sind „Reduced price“-Ergänzungen keine Seltenheit.

Ein Blick auf die Übersicht der in Arcola und Umgebung leer stehenden Häuser hat gezeigt: Bereits für einen moderaten fünfstelligen Dollar-Betrag kann sich der Nicht-von-der-Kreditkrise-Betroffene heutzutage ein Einfamilienhaus im Grünen erstehen. Für rund 50’000 USD sogar ein Haus „mit Potential“.

Was das auch immer heissen mag.

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3 Antworten to “House for Sale”

  1. mds Says:

    Und doch sind die meisten Häuser immer noch überteuert … aber wenn es weiter geht wie bisher, können jene, die noch «flüssig» sind, bald zuschlagen! 🙂

  2. Heydal Says:

    Ich halte die Schadenfreude die da bei „mds“ durchklingt für nicht angebracht. Der American Dream ist für viele aus dem Mittelstand und erst recht für die Working Poor zu einem Alptraum geworden. Zumeist ohne Ihr direktes verschulden stehen viele vor dem Abgrund. Da gibt es Familien die in ihren Autos übernachten mit Kind und Haustier, das kann/will man sich kaum Vorstellen.Amerika war schon immer ein Land der Gegensätze aber was sich jetzt abspielt ist eine Zereissprobe für diese Gesellschaft.. Und diese Leute müssen gleichzeitig mitansehen wie dem „Big Buisness° ihre Steuergelder in Summen zugeführt werden die jenseits des Vorstellungsvermögen der meisten Menschen liegen. Man darf gespannt sein wie sich all dies auf die Wahlentscheidung zur Präsidentenwahl auswirken wird. Der Gewinner ist auf jeden Fall nicht zu beneiden. Heydal

  3. mds Says:

    Es geht nicht um Schadenfreude – es geht darum, dass die meisten Häuser selbst in einer Situation, die allgemein als Krise wahrgenommen wird, noch zu viel zu hohen Preisen ausgeschrieben werden.

    Dafür den (ehemaligen) Hausbesitzern die Verantwortung zuschieben zu wollen, halte ich für falsch, in den USA hat man ja häufig gar nicht die Wahl zwischen Kauf und Miete … allerdings sehe ich keinen Zusammenhang zum «American Dream»; dieser ist heute definitiv ein Mythos, eben ein Traum, und ob es früher jemals anders war, wage ich zu bezweifeln. Und falls doch, war wohl kaum Konsum mittels Verschuldung gemeint.

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