Archive for August 2008

Hunde-Yoga

18. August 2008

Aus dem August-Newsletter des „Miles & More“-Vielflieger-Programms der SWISS:

Japans Hundehalter gehen neue Wege. Neuester Trend: Yoga für Hunde. Bei einer geschätzten Anzahl von 13 Millionen Vierbeinern eine zwangsläufige Geschäftsidee. Zumal Yoga bei den Japanern selbst äusserst populär ist. Tatsächlich erfreut sich diese „tierische“ Variante der Entspannungskunst wachsender Beliebtheit. Laut Noriko Onuma vom japanischen Hunde-Yoga-Verband wirkt sich Hundeyoga äusserst positiv auf den Seelen- und Körperzustand der Vierbeiner aus.

Zuerst Hundekleider, dann Hundewagen, jetzt Hunde-Yoga. Das kann mir ja noch heiter werden.

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Japanisches Bad

10. August 2008

Badewanne

In Japan hatte ich mich richtiggehend daran gewöhnt: an das abendliche Bad im vorzugsweise 41 Grad warmen Wasser. Traumhaft entspannend.

In der Schweiz hatte ich mir seit meiner Rückkehr aus Japan vor rund anderthalb Jahren erst einmal ein japanisches Bad in der WG-Badewanne gegönnt: Als zu gross erachte ich jeweils den Aufwand, für mich alleine eine ganze Badewanne mit heissem Wasser einzulassen, um anschliessend nur wenige Minuten darin zu verbringen. In Japan benützte jeweils die ganze Familie dasselbe Wasser, sodass sich der Energie- und Wasseraufwand auf mehrere Personen verteilten – zumal dasselbe Wasser am nächsten Morgen noch zur Kleiderreinigung in der Waschmaschine eingesetzt wurde. Als zusätzlicher hinderlicher Faktor kommt in einem normalen Badewanne-mit-Duschbrause-Bad hinzu, dass für ein richtiges japanisches Baderitual, das aus Dusche und Bad besteht, eine Nasszelle zu wenig verfügbar ist.

Nicht so im Hotelzimmer, in dem ich diese Woche geschäftlich logierte. Die Kombination von separater Badewanne und Dusche wollte ich mir denn nicht entgehen lassen.

Und so gönnte ich mir seit langem wieder einmal ein entspannendes Bad nach japanischer Art, wie ich sie von meinem Gastvater in Japan gelernt hatte: zuerst heiss duschen, dann heiss baden, dann nochmals heiss duschen – und weil es so schön war, die ganze Prozedur ein zweites Mal. Natürlich hatte ich weder einen Thermometer noch einen japanischen Badcomputer zur Temperaturregulierung zur Hand, sodass ich mich bein der Temperierung des Wassers ganz auf meine subjektive Erfahrug verlassen musste.

Nach einer kleinen Adjustierung der Temperatur durch die Zugabe von etwas kaltem Wasser am Ende war das Ergebnis schliesslich perfekt – so, wie es eben sein muss: Beim Einsteigen ein leichtes Brennen, gerade so, dass es nicht wirklich unangenehm ist. Schweres, aber zugleich entspannendes Atmen. Jede Bewegung in der Wanne erneut mit leichtem Brennen verbunden. Entspannung pur. Nach einigen wenigen Minuten die ersten Schweisstropfen über die Stirn kullernd. Kurz darauf ein langsam aufkommendes Gefühl des Schwindels, dann des Unwohlseins – ein untrügliches Zeichen, dass die Zeit gekommen ist, die Wanne wieder zu verlassen. Mit schweren Armen und Beinen, fast wie nach einer langen Wanderung.

Nach abschliessender Dusche sich noch leicht feucht auf das Bett legen und das Nachbrennen – dieses Mal von innen – geniessen.

Der Badzimmer-Spiegel: beschlagen. Das Gefühl: unvergleichlich.

Badewanne

Pazifischer Ozean

1. August 2008

Blick auf den Pazifik, aufgenommen vom Usuzan in Hokkaido (Japan)