Archive for März 2008

Victory-Zeichen

23. März 2008

Victory-Zeichen

Der jüngste Kommentar von mds hat mir endlich frei zugängliches Bildmaterial für ein typisches japanisches Erkennungsmerkmal geliefert: für das Victory-Zeichen, das oft – und gerade in Japan – auch als Peace-Zeichen interpretiert wird.

Kaum eine Foto, auf der junge Japaner und namentlich Japanerinnen (die Männer geben sich in der Regel etwas zurückhaltender) ihre Finger nicht zu einem V formen. Das Victory-Zeichen scheint in Japan zu einer guten Foto ganz einfach dazuzugehören.

Mir persönlich würde indes – wie in Europa – das Lächeln jeweils eigentlich reichen.

Arbeiten nach der Pensionierung

15. März 2008

Verkehr-Regelung vor dem LIFE-Supermarkt in Heiwadai (Tokyo)

Schon lange hatte ich im Sinn, auf die vielen älteren Herren hinzuweisen, die in Japan vor Supermärkten oder bei Baustellen den Verkehr regeln – mitunter auch dann, wenn es sich um eine Quartierstrasse handelt, wo es eigentlich keiner Verkehrsregelung bedürfte.

Das Interview mit dem Japanologen David Chiavacci, das am 10. März in der Gratiszeitung .ch erschienen ist, bietet beste Gelegenheit dazu, dieses Vorhaben endlich in die Tat umzusetzen.

In Japan ist die Überalterung weiter fortgeschritten als in Europa. Wie gehen die Firmen mit älteren Mitarbeitern um?
David Chiavacci: In Japan arbeiten männliche Angestellte oft ein Leben lang bei der gleichen Firma. Mit 60 Jahren erfolgt in der Regel eine erste Pensionierung, jedoch arbeiten die Mitarbeiter oft mit einem neuen Vertrag noch mehrere Jahre in derselben Firma oder einem Tochterunternehmen.

In welcher Form arbeiten die Pensionäre?
Vor Supermärkten oder bei den Baustellen sieht man beispielsweise oft ältere Personen, die den Verkehr regeln. Dies sind meist „pensionierte“ Bau- und Fabrikarbeiter. Es geht dabei nicht erstrangig um Effizienz, sondern vielmehr um Beschäftigung.

Welche Vorteile bringen sie für die Firmen?
Sie sind billige Arbeitskräfte. Wenn Unternehmen nach der Pensionierung die Angestellten weiter beschäftigen, kommen diese wieder in eine tiefere Lohnklasse. In Japan gilt das Senioritätsprinzip. Das heisst, je älter desto mehr Lohn.

Warum arbeiten sie zu schlechteren Konditionen?
Für viele Japaner ist die Arbeit der zentrale Lebensinhalt. Vor allem Männer haben Mühe, in die Pension zu gehen. Zudem ist die staatliche Altersversorgung gering. Viele müssen arbeiten, um über die Runde zu kommen.

Vorankündigung: kokoa41 goes Chicago

11. März 2008

Seit Ende Januar steht es fest, seit heute ist es auch von amerikanischer Seite her offiziell:

Dear Stephan,
Greetings from Chicago!
We received your student nomination and are very pleased that you will be spending Autumn quarter with us.  As we are currently working with our incoming Spring exchange students, we’ll be reaching out to you later this summer to provide you with the needed information for your term at Chicago GSB.
In the meantime, thanks for your patience!
Warm Regards,
Jessica

kokoa41 goes Chicago – von Mitte September bis Mitte Dezember 2008. Freude herrscht!

25. Geburtstag

9. März 2008

Erinnerungsfahnen Schweiz Japan

Feste soll man feiern, wie sie fallen. Und da man nur einmal im Leben ein Vierteljahrhundert alt wird und die Feste zeitlich nicht immer so gut fallen, wie es dieses Jahr der Fall war, habe ich meinen 25. Geburtstag am letzten Wochenende mit drei Parties in Bern, Aarau und St. Gallen und der Feier zu Hause im Familienkreis sehr intensiv ausgekostet.

Als Erinnerung an dieses wunderbare Festwochenende hat meine japanische Flagge, die ich vor einem Jahr mit vielen Unterschriften von Freunden und Bekannten aus Tokyo zurückgebracht hatte, diese Woche nunmehr Gesellschaft erhalten: von ihrem Schweizer Pendant mit den Unterschriften all jener Menschen, die an meinem „25. Geburtstag in drei Akten“ mitdabei waren.

Eine wunderschöne Erinnerung – herzlichen Dank nochmals euch allen für euer Kommen und für die vielen Glückwünsche und Geschenke. Am vergangenen Wochenende und anfangs dieser Woche kam ich mir beim Dankesagen ob der Fülle an SMS, facebook- und studiVZ-Nachrichten, Geschenken, E-Mails und persönlichen Glückwunschkarten fast vor wie meine japanische Gastmutter jeweils beim Beantworten ihrer Neujahrskarten.

Was will man mehr?