Japan-Schweiz-Analogie (5)

Keine Angst, liebe Leserinnen und Leser: Für einmal kein Vergleich von Japan mit dem Schweizer Militär. Stattdessen ein paar Worte zur Zugdichte und zur weiblichen Vorliebe für Süssigkeiten in den beiden Ländern.

Das wahrscheinlich weniger Interessante zuerst: Gemäss Bericht im St. Galler Tagblatt vom 23. Februar 2008 liegt die Schweiz in Sachen Zugdichte weltweit an der Spitze: Etwa alle zwölf Minuten verkehrt auf den Schweizer Bahnstrecken ein Zug, womit das Schweizer Schienennetz das am dichtesten befahrene der Welt ist – direkt gefolgt von Japan, wo die Passagiere im Jahr 2006 im Schnitt 14 Minuten auf den nächsten Zug warten mussten. Würde man indes nicht die „Zugdichte“, sondern die „Dichte im Zug“ analysieren, könnte die Schweiz wahrscheinlich mit Japan nicht mithalten – mit der Tokioter Metro jedenfalls ganz bestimmt nicht. Aber darüber habe ich ja bereits früher ausführlich berichtet.

Ausführlich berichtet habe ich auch über die ausgeprägte Vorliebe vieler Japanerinnen für Süsses. Dass sie sich dabei in der Schweiz in guter Gesellschaft befinden würden, zeigt die Umfrage der Coopzeitung vom 26. Februar 2008: Auf die Frage „Auf was könnten Sie am wenigsten einen Monat lang verzichten?“ antworteten 27.4% der befragten Frauen mit „Süssigkeiten“, gefolgt von Fernsehen (21%), Internet (18.1%), Sport (16.1%) und Sex (12.1%).

Den Unterschied zwischen den Japanerinnen und den Schweizerinnen hatte ich denn auch nicht in der Vorliebe für Süssigkeiten, sondern vielmehr im schlechten Gewissen, das den Genuss von Schokolade & Co. hierzulande (vermeintlicherweise) begleitet, geortet. Aber ich lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren.

Es bleibt, der Vollständigkeit halber auch noch kurz die Männer-Liste jener Dinge, auf die sie nicht verzichten möchten, anzuführen. Und wie könnte es anders sein: An der Spitze Sex (28.8%), gefolgt von Internet (21.8%), Sport (17.9%), Fernsehen (14.8%) und Süssigkeiten (13.8%). Verteidigung zwecklos.

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Eine Antwort to “Japan-Schweiz-Analogie (5)”

  1. Klaus J. Says:

    Die pessimistische Sicht: http://www.stoehlker.ch/weblog/2008/02/26/japans-krise-als-signal/

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