Karōshi – Tod durch Überarbeitung

Im März dieses Jahres hatte ich in einem Blog-Post zum Thema „Lebenserwartung“ die These aufgestellt:

Leben in Japan ist grossartig, Arbeiten in Japan eher weniger. Denn nur so kann ich mir erklären, dass die japanischen Männer trotz gesünderem Essen den Schweizern bei der Lebenserwartung den Vorzug lassen müssen.

Leider scheint es, also sollte ich mit meiner Aussage nicht allzu weit daneben liegen.

Wenn es in einem Land einen festen Begriff für den „Tod durch Überarbeitung“ (jap. Karōshi [過労死], „Über-Arbeiten-Tod“) gibt, ist dies meines Erachtens bereits ein erstes deutliches Alarmzeichen für eine ungesund hohe Arbeitsbelastung in einer Gesellschaft.

Der folgende Zeitungsartikel aus dem St. Galler Tagblatt vom vergangenen Samstag, 1. Dezember 2007, liefert dazu in der Form eines gänzlich unerfreulichen Exempels nur noch die Bestätigung:

Japaner stirbt nach 106 Überstunden
Ein Gericht in Japan hat einer Frau eine Rente zugestanden, weil ihr Mann sich für den Autobauer Toyota zu Tode gearbeitet hatte. Im Monat vor seinem Tod hatte er 106 Überstunden gemacht, in den sechs Monaten davor jeweils mehr als 80. Der 30-jährige Ingenieur war bei der Arbeit zusammengebrochen. Tod durch Überarbeitung – „Karoshi“- hat in Japan seit 1987 stark zugenommen.

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