Archive for September 2007

In The Army Now

16. September 2007

WK-Vorbereitung 2007

kokoa41 meldet sich für vier Wochen ab, um seinen jährlichen militärischen Wiederholungskurs in der Schweizer Armee zu absolvieren.

Damit ihr während dieser Zeit in Japan-Hinsicht nicht ganz auf dem Trockenen bleiben müsst, folgende Lese-Tipps von meiner Seite:

1. Ramenbar (Blog-Post von Taykua)

Appetizer:

Dank dem Schweizer Sushi-Boom in den letzten 10 Jahre mag für viele Leute die Gleichung „japanisches Essen = Sushi“ zutreffen. Doch selbstverständlich ernähren sich die Japaner nicht ausschliesslich von rohem Fisch und Reis.

2. sou desu ka … そうですか (Blog von Manuel, der seit ca. einer halben Woche in Tokyo weilt)

Appetizer:

In Japan gilt Linksverkehr. Und zwar nicht nur auf der Strasse sondern auch auf dem Trottoir. Dies ist besonders wichtig, da alle Velos auf dem Trottoir fahren und man diesen auf die richtige Seite ausweichen muss.

Und wer weiss, vielleicht werde ich ja an einem der WK-Wochenenden doch noch etwas Zeit zum Bloggen finden. Wir werden sehen.

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Verbreitung des Buchdrucks in Ostasien

15. September 2007

Blockdruck vs. Typendruck

In Europa wird die Erfindung des Drucks mit beweglichen Lettern gemeinhin Johannes Gutenberg zugeschrieben. Dass der Typendruck im ostasiatischen Raum bereits deutlich vor dem Jahre 1450 entwickelt worden war, ist zwar den hiesigen Wissenschaftlern bekannt, wird jedoch in Lehre und Forschung zuweilen vernachlässigt. Das vorliegende kurze Paper will vor diesem Hintergrund etwas Licht auf die Buchdruckgeschichte Ostasiens werfen und geht dabei der folgenden Frage nach: Wie hat sich der Buchdruck mit seinen verschiedenen Ausprägungen (Blockdruck / Typendruck) in Ostasien verbreitet, und welche Bedeutung kam dabei der Art des Schriftsystems zu?

Dies ein Auszug aus der Einleitung eines kurzen sechsseitigen Papers, das im vergangenen Semester als Präsentationszusammenfassung an der Universität St. Gallen entstanden ist.

Wer sich für einen kurzen Überblick über die ostasiatischen Sprachen (Chinesisch / Japanisch / Koreanisch) und/oder für einen historischen Abriss der Verbreitung des Buchdrucks China, Japan und Korea interessiert, der kann die Präsentationszusammenfassung gerne herunterladen: „Welchen Einfluss übten die ostasiatischen Schriftsysteme auf die Verbreitung des Buchdrucks in China, Japan und Korea aus?“ (pdf-Datei, 452 KB)

Aber Achtung: Das Lesevergnügen wird sich angesichts des wissenschaftlichen Schreibstils wahrscheinlich in engen Grenzen halten.

Vitz Girls Collection

13. September 2007

Vitz Girls Collection

Die neueste Werbeeinblendung auf der Startseite der japanischen Community-Plattform mixi: Kleiderwerbung?

Nein, eigentlich nicht.

Vielmehr: Autowerbung.

Vitz Girls Collection auf mixi

Toyota hat sich zur Promotion des Toyota Vitz beim weiblichen Publikum zweifellos etwas einfallen lassen. Sogar eine Online-Fashion-Show.

Und mixi zeigt vor, wie sich eine Community-Plattform erfolgreich vermarkten lässt. studiVZ könnte sich vielleicht bei Gelegenheit eine Scheibe davon abschneiden.

New York Bar im Park Hyatt Tokyo

11. September 2007

Lost in Translation im Park Hyatt Tokyo

Wer den Film „Lost in Translation“ von Sofia Coppola mit Bill Murray und Scarlett Johansson in den Hauptrollen gesehen hat, dem ist die obige Szene und somit auch die New York Bar im Park Hyatt Tokyo ein Begriff.

Wie manch ein „Lost in Translation“-Fan hatte ich mir vor meiner Abreise in den Austausch nach Japan den Vorsatz gefasst, dieser heute weltbekannten Bar einen Besuch abzustatten. Es sollte der einzige Vorsatz bleiben – und alsdann bis zum zweitletzten Abend meines Aufenthalts dauern, bis ich ihn in die Realität umsetzte.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Aussicht auf das nächtliche Tokyo ist grossartig, das Hotel sowieso. Dank gemütlichem Live-Jazz der perfekte Ort, um einen ausklingenden fünfmonatigen Japan-Aufenthalt bei einem Bier nochmals Revue passieren zu lassen.

4 Guinness Stout: 4952
1 Crispy Fries: 1428
2 Cover Charge: 3808
Subtotal: 10188
Service Charge: 638
Tax Total: 541
Amount Due: 11367

11367 Yen, umgerechnet rund 115 Schweizer Franken, für vier Guinness und eine Portion Crispy Fries. Andernorts würde man sich beklagen.

Hier nicht.

Dean’s List Sophia University

9. September 2007

Dean’s List Sophia University (Tokyo)

Von Zeit zu Zeit beschert einem das (universitäre) Leben ganz unverhofft schöne Überraschungen – so geschehen am 2. Juli dieses Jahres, als ich vom Internationalen Austauschdienst (IAD) der Universität St. Gallen die folgende Nachricht erhielt:

Da Sie in Ihrem Austauschaufenthalt in Japan sehr gute Leistungen abgelegt haben, hat ihnen die Sophia ein spezielles Dokument ausgestellt, welches ab sofort bei uns im IAD abholbereit ist.

Wie sich kurz darauf beim Abholen der Auszeichnung herausstellen sollte, handelte es sich bei diesem „speziellen Dokument“ um die Bestätigung der Platzierung auf der Dean’s List der Faculty of Liberal Arts der Sophia University, „which recognizes outstanding scholastic achievement“.

Da das japanische Uni-Niveau aufgrund einer viel höheren Hochschul-Absolventen-Quote mit dem schweizerischen nicht zu vergleichen ist und sich deshalb der Wert dieses Zertifikats – zumindest ausserhalb Japans – in engen Grenzen hält, habe ich mir erst heute die Mühe gemacht, auf der Website der Faculty of Liberal Arts der Sophia University nachzuschlagen, was die Voraussetzungen für diese Auszeichnung eigentlich bedeuten:

The Dean’s List is published each semester. To qualify, a student must have a semester average of 3.5 or better out of a possible 4.0 and must have completed atleast 16 credits during the semester concerned.

Der Noten- und Punktemassstab ist wie folgt definiert:

A = 100-90% = Excellent = 4.0
B = 89-80% = Good = 3.0
C = 79-70% = Satisfactory = 2.0
D = 69-60% = Passing = 1.0
F = Failure

Oder auf die HSG umgemünzt: A (4.0) = 6.0, B (3.0) = 5.0. Somit entspricht die Dean’s-List-Mindestanforderung eines Quality Point Indizes von 3.5 also einer Durchschnittsnote von 5.5 im schweizerischen Notenmassstab.

Zumindest auf dem Papier.

Puusan-Pflaster

6. September 2007

Zufällig angetroffen während meiner aktionis.ch-Nachtschicht vom Montag: „Hansaplast Winnie the Pooh“ – ein Pflaster wie geschaffen für Japan:

Hansaplast Winnie the Pooh

Vom 4. bis 9. September 2007 in Aktion bei Coop. Die 19% Rabatt sind aber eigentlich nicht der Rede wert. Das Cover schon.

Zumindest für alle japanischen Puusan-Fans.

Nachtrag: Blutgruppe

2. September 2007

Als ich vor gut zwei Wochen meinen Beitrag zur Bedeutung der Blutgruppe in Japan verfasste, musste ich mich weitgehend auf Wikipedia und ein paar eigene Beobachtungen und Erfahrungen verlassen. Heute, nachdem ich eine volle Woche lang als persönlicher Reiseführer einer japanischen Besucherin die schönen Seiten der Schweiz gezeigt habe, kann ich mit Überzeugung sagen: Wikipedia hatte Recht – in jeder Hinsicht.

Der Blutgruppe kommt – zumindest aus der Perspektive der japanischen Frauen – tatsächlich eine sehr wichtige Bedeutung zu. Nicht nur kennt man die Blutgruppen seiner Freundinnen und Freunde, sondern auch jene der Lieblings-Sänger und -Schauspieler. Und auch bei der Partnerwahl kann die Blutgruppe durchaus ein sehr entscheidendes Kriterium sein – beispielsweise dann, wenn der zukünftige Partner eine bestimmte inkompatible Blutgruppe nicht aufweisen darf.

Als ein nunmehr ein bisschen in die japanische Blutgruppenlehre Eingeweihter musste resp. vielmehr durfte ich im Verlaufe der vergangenen Woche aber auch feststellen, dass es um die Treffsicherheit von Blutgruppenschätzungen und somit um die Theorie der Blutgruppendeutung als solche oft nicht allzu gut bestellt ist. So vermochte die Theorie bereits bei der Anwendung auf meinen engsten Familienkreis nicht oder nur sehr beschränkt zu überzeugen; und auch bei der gestrigen Probe aufs Exempel im Freundeskreis versagte die Theorie kläglich.

Die mit meiner persönlichen Einschätzung übereinstimmende Aussage des Probanden nach dem Studium der entsprechenden Blutgruppentypen-Beschreibungen auf Wikipedia:

Ich bin alles, aber nicht B.

Seine Blutgruppe, dreimal dürfen Sie raten: B.

So bleibt nur der Schluss, Wikipedia auch in diesem Punkt Recht zu geben:

Während die Forschung zwar nachgewiesen hat, dass die Anfälligkeit für bestimmte Gebrechen durchaus auch von der Blutgruppe abhängt, konnte bis heute keine Studie eine Korrelation von Blutgruppe und Persönlichkeit beweisen.

Meine japanische Besucherin liess ich übrigens von Beginn an wissen, dass ich nicht an eine Kopplung der Persönlichkeit an die Blutgruppe glauben würde. Dies hielt sie aber natürlich nicht davon ab, trotzdem eine Blutgruppenschätzung für mich vorzunehmen:

A. Ganz bestimmt.

Ich würde nicht darauf wetten.