jidōhanbaiki (自動販売機)

jidōhanbaiki

Japan ist das Land der jidōhanbaiki (自動販売機), der automatischen Verkaufsautomaten: Beinahe an jeder Strassenecke findet sich in Japan ein Verkaufsautomat, an dem sich kalte oder warme nichtalkoholische Getränke zu vernünftigen Preisen (ca. 120 Yen, d.h. Fr. 1.20) kaufen lassen. Weniger häufig sind jidōhanbaiki für Zigaretten und alkoholische Getränke, noch seltener jene für andere Güter wie beispielsweise Glace, Reis oder Omikuji in Tempelanlagen. Weit verbreitet dagegen sind Verkaufsautomaten auch zum Verkauf von Essensbons in Imbisslokalen oder in der Uni-Mensa.

Gemäss der Japan Vending Machine Manufacturers Association zählt die Verkaufsautomaten-Dichte Japans mit 1 Automat pro 23 Einwohner zu den höchsten der Welt. Im englischsprachigen Wikipedia findet sich eine spannende Liste, was bis zum heutigen Tage bereits alles in jidōhanbaiki (zusammengesetzt aus den japanischen Wörtern jidoō „automatisch“, hanbai „Verkauf“ und ki „Maschine“) angeboten worden ist. Zu meinen persönlichen Favoriten zählen dabei blutgruppenabhängige Kondome, lebender Hummer und Rhinozeroskäfer als Haustiere für Kinder. Die spinnen, die Japaner.

Aus Schweizer Sicht fällt aber vor allem eines auf: In Japan gibt es zwar Verkaufsautomaten für Softgetränke wie Sand am Meer. Gemischte Verkaufsautomaten, an denen wie an Schweizer Selecta-Automaten gleichzeitig Getränke, Süssigkeiten, Snacks, Kondome und andere Güter bezogen werden können, sind in Japan jedoch gemäss meinen Erfahrungen gänzlich unbekannt. Dafür kann der Konsument aus Dutzenden Sorten von kaltem oder warmem Grüntee oder Kaffee auswählen. Super.

Aber für etwas gibt es in Japan ja auch noch die 24 Stunden am Tag geöffneten Convenience Stores gleich um die Ecke.

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2 Antworten to “jidōhanbaiki (自動販売機)”

  1. Blutgruppe « kokoa41 - a gaijin’s view Says:

    […] Und wer sich für die bereits einmal erwähnten blutgruppenabhängigen Kondome interessiert, […]

  2. konbini « kokoa41 - a gaijin’s view Says:

    […] jeder grösseren Strassenecke Japans findet sich – als Ergänzung zu den noch weiter verbreiteten Verkaufsautomaten (jidohanbaiki) – ein solcher “Hightech-Multiservicestore im Tante-Emma-Laden-Format”, wie Robin Loch […]

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