Flaute im Bett

Was bei Blick gestern reisserisch mit „Sex-Notstand in Japan“ übertitelt wurde, formulierte NZZ Online etwas blumiger: „In Japan herrscht Flaute im Bett„.

Tatsache ist: 39.7 Prozent der von der Japanischen Vereinigung für Familienplanung befragten Japanerinnen und Japaner hatten mehr als einen Monat lang keinen Sex. Selbst unter Verheirateten lag die Rate nur geringfügig niedriger, nämlich bei 34.6 Prozent.

Kunio Kitamura, der Direktor der Japanischen Vereinigung für Familienplanung und Urheber der Umfrage, ortete die Gründe für diese „Sexmüdigkeit“ der Japanerinnen und Japaner einerseits im Stress im Arbeitsleben und andererseits im Verlust von physischen Kommunikationsfähigkeiten im Zeitalter des Internets.

Wer weiss: Vielleicht sollte der japanische Bildungsminister also inskünftig zum Wohle der Nation in den Lehrplänen das 10-Finger-System durch die Gebärdensprache ersetzen. Der Förderung der „physischen Kommunikationsfähigkeiten“ wegen.

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Eine Antwort to “Flaute im Bett”

  1. kokoa41 Says:

    Nachtrag: Wer auch immer diese Agentur-Meldung, die gestern im deutschsprachigen Raum zirkulierte, verfasst hat: Der Autor hat sich mit den „physischen Kommunikationsfähigkeiten“ als eigentlicher Wortschöpfer betätigt, wie eine Google-Recherche zeigt. Bin gespannt, wie lange es geht, bis jemand auf die glorreiche Idee kommt, diese unglückliche Wortkreation auch noch in Wikipedia des Langen und Breiten zu erläutern… 😉

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