Zurück in der Schweiz

Rückflug über Sibirien

Die Heimat hat mich wieder: Nach einem gut 12-stündigen Flug bin ich am vergangenen Mittwoch, 21. Februar 2007, um 15.35 Uhr mit etwas Vorsprung auf die Marschtabelle in Zürich Kloten gelandet. Hätte ich am Morgen nicht verschlafen und deshalb mein Zimmer ungeplant unordentlich verlassen müssen, hätte man den Reisetag als perfekt bezeichnen können. Aber auch so war er – dank eingebauter zeitlicher Reserve – durch und durch angenehm.

Die Waage beim Check-In am Flughafen Narita zeigte zuerst 19.6, anschliessend nach Umpacken meiner Handgepäck-Flüssigkeiten 20.0 kg an: Angesagt 20.0, gemacht 20.0 – vielleicht sollte ich mich einmal für eine Teilnahme beim Donnschtig-Jass bewerben. Das Handgepäck-Köfferchen wurde derweil nicht gewogen – ich hätte mir also die 300 Yen für die kurzzeitige Zwischenlagerung eines Teils meiner Mitbringsel sparen können. Aber im Nachhinein ist man bekanntlich immer gescheiter.

Der SWISS-Flug zurück in die Schweiz entpuppte sich als ebenso relaxed wie das Check-In: Nicht nur der sympathische Japaner neben mir im Flugzeug, sondern auch die Aussicht auf das verschneite Sibirien (s. Bild) war der Rede wert. Dank meinem Sitznachbarn, einem Koch in einem japanischen Restaurant in Paris, weiss ich nunmehr auch, dass man sich für 600 Euro einen SWISS-Retour-Flug von Paris nach Zürich und von Zürich nach Tokyo kaufen kann, während ich damals für meinen lange im Voraus gebuchten SWISS-Retour-Flug von Zürich nach Tokyo zum günstigen Jugendlichen-Tarif immerhin deren 1374.50 CHF bezahlt hatte. Für über 25-Jährige käme es also unter Umständen günstiger, mit einer Billig-Fluglinie nach Paris zu fliegen, anschliessend in ein SWISS-Flugzeug nach Zürich zu steigen und von dort aus nach Japan weiterzufliegen, anstatt nur den dritten Flug von Zürich nach Tokyo zu wählen.

Bevor ich mich jedoch in weitere Untersuchungen zur Preissegmentierung der Schweizer Fluglinie in deutschem Besitz (und zu den Möglichkeiten, diese auszunützen) stürze, werde ich mich jetzt zuerst einmal zu Hause einleben – auch wenn dies bereits weitgehend geschehen ist. Die grosse postjapanale Depression ist bislang glücklicherweise ausgeblieben. Wie erwartet konnte ich den Schalter noch im Flugzeug von „Japan“ auf „Schweiz“ kippen – und mich anschliessend über das Schweizer Brot, die Zentralheizung und mein eigenes Bett freuen.

Wie hatte es doch damals in meinem Omikuji geheissen: Bescheiden bleiben. Ich gebe mir zumindest alle Mühe. Auch nach einem unvergesslichen halben Jahr im Land der aufgehenden Sonne.

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4 Antworten to “Zurück in der Schweiz”

  1. Helmut Says:

    おかえりなさい!

  2. kokoa41 Says:

    ただいま!

  3. Sonja Says:

    Schön, dass du wieder zurück bist! Bis bald einmal. Gruss Sonja

  4. kokoa41 Says:

    Herzlichen Dank für den warmen Willkommensgruss! Bis bald – またね!

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