It’s Time To Say Goodbye

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Seit Dienstagnachmittag, 20. Februar 2007, kurz nach 16.00 Uhr Ortszeit, ist kokoa41@ezweb.ne.jp tot. kokoa41 selber jedoch lebt weiter – und wird aller Voraussicht nach auch nach der Rückkehr in die Schweiz weiter bloggend über Japan berichten. Noch so viele Eindrücke harren auf eine adäquate Umsetzung. Es würde mich natürlich freuen, wenn ihr auch in Zukunft als Leserinnen und Leser mit von der Partie bleiben würdet.

Derzeit sitzt kokoa41 nach Mitternacht in seinem Zimmer, das aussieht, als hätte eine Bombe eingeschlagen, und packt und wägt. (Fast) 20 kg schwer soll der Koffer werden, maximal 8 kg das Handköfferchen light, das nach dem Check-In ad libitum aufgestockt wird. So der Plan, der bei der Hinreise am Flughafen in Zürich Kloten bestens funktioniert hatte – möge er auch in Narita klappen. Ansonsten wird die Hälfte meiner Omiyage-Geschenke in Japan bleiben müssen, und das wäre dann irgendwie doch schade.

Finally, it’s time to say goodbye. Das wurde mir gestern Abend nochmals in aller Deutlichkeit bewusst, als ich beim Umsteigen in Ikebukuro von der Metro Yurakucho Line auf die JR Line zufällig an einem CD-Verkaufsstand vorbeilief und ebendieser Song, gesungen von Sarah Brighton, aus den Lautsprecher-Boxen ertönte. Zudem konnte ich mit dem Besuch in der New York Bar im Park Hyatt Hotel in Shinjuku (wohl manch einem bekannt aus „Lost in Translation“) das einziges Vorhaben für meine Japan-Zeit, das ich mir in der Schweiz vorgenommen hatte, in die Realität umsetzen.

Und es ist wirklich time to say goodbye. Altes ist zu Ende, Neues hat noch nicht begonnen – ein perfekter Moment, um Japan – zumindest für den Moment – auf Wiedersehen zu sagen. Auch wenn mir das Abschiednehmen sehr schwer fällt und ich morgen (resp. heute) nur ungern in die LX 169 zurück in die Schweiz steige. 日本が大好きです。 Ich mag das Land, ich mag die Leute, ich mag Tokyo (zumindest im Herbst und Winter) – und ich mag ganz besonders das japanische Essen. Ich werde wiederkommen, eines Tages, for sure.

Nun werde ich mir meine letzten Nachtstunden zu Hause in Heiwadai vornehmlich mit Packen und Aufräumen um die Ohren schlagen – und vielleicht auch einige Stunden schlafen, wir werden sehen. Um 0630 steht ein letztes Frühstück meiner Gastmutter auf dem Programm, damit ich anschliessend um ca. 7 Uhr ein letztes Mal in Heiwadai in die Yurakucho-Metro einsteigen kann (schwer beladen mit Koffer, Handkoffer und Notebook-Tasche). So sollte ich nach mehrmaligem Umsteigen gegen 0900 im Narita-Flughafen eintreffen. Dann einen Teil des Inhalts meines Handköfferchens im Schliessfach deponieren, einchecken, Schliessfach-Inhalt ins Handköfferchen umladen, Pass- und Personenkontrolle. Anschliessend letztes Shopping im Innenbereich – dort, wo das Gewicht nicht mehr zählt. Überraschenderweise habe ich heute beim Packen eine Notreserve von 30’000 Yen (rund 300 Schweizer Franken) gefunden, mit der ich nicht gerechnet hatte – ich werde also in jedem Fall mit dem einen oder anderen Yen nach Hause zurückkehren können. Abflug geplant für 1105 Uhr, Eintreffen in Zürich Kloten ungefähr um 15.50 Uhr.

Spätestens bis dahin werde ich den Schalter von Japan auf Schweiz gekippt haben und mich riesig auf meine Familie, Freunde und Kollegen freuen. Und auf eine Zentralheizung und ein normales Brot. Am Donnerstag ist bereits die erste Deadline, die ich unbedingt nicht verpassen will, am Wochenende werde ich für private Uni-Prüfungsvorbereitungs-Unterstützung in St. Gallen gebraucht – und die ersten (spannenden) Termine für März sind bereits im Kalender eingeplant. Von meiner Bachelor-Arbeit ganz zu schweigen. Es wird mir also sicher auch zurück in der Heimat nicht langweilig werden.

Bis es soweit ist, geniesse ich jedoch noch die wenigen letzten Stunden in Japan, esse die letzten Stücke meiner Valentinstags-Schokolade und lasse meine Japan-Zeit und den heutigen Tag, der zwar eigentlich sehr unspektakulär, aber dennoch wunderschön war (ich konnte unter anderem sowohl Bankkonto als auch Mobiltelefonabo alleine komplett auf Japanisch kündigen, den dortigen Angestellten manch ein Lächeln aufs Gesicht zaubern und heute Abend einem kleinen Knaben, der zufällig bei uns zuhause zu Besuch war, Hiragana und das Kanji 木 beibringen), nochmals Revue passieren.

Wir sehen uns in Bälde. Wenn ich in Zürich lande, werde ich mich auf euch freuen – mit Sicherheit.

Wann es im Blog genau weitergeht, wird sich weisen – voraussichtlich sehr bald. Ich habe jedoch nicht vorgebloggt, von daher gibt es für einmal keine Garantie von meiner Seite. Aber zumindest ein Versprechen. Und das ist doch auch etwas.

さようなら、

フレッツ シュテファン

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Eine Antwort to “It’s Time To Say Goodbye”

  1. Helmut Says:

    Wow, du kostest ja wirklich jede Sekunde von Japan aus! 😉
    Sehn wir uns wieder in Europa! Und ich werde deinem Blog treu bleiben *
    Während ich das hier schreibe, dürftest du schon wieder zu Hause bei deiner Familie angekommen sein… Ich wünsche dir eine wunderschöne Heimkehr!

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