Hard Rock Café Tokyo

Hard Rock Cafe Tokyo

Wenn sich in der Schweiz jemand darüber beklagen würde, dass er in einem Hard Rock Café 11 Franken für einen Drink „Sex on the Beach“ bezahlen musste, würde er wahrscheinlich von jedermann ausgelacht.

Geärgert haben wir uns gestern Abend über die Preise im Hard Rock Café in Roppongi (Tokyo) trotzdem. Weniger über den Preis für den Drink selber, sondern mehr darüber, dass auch das günstigste Bier nicht unter 9 Franken zu haben war. Und noch mehr, dass die für Tokyo bereits hohen Preise auf der Getränkekarte ohne Service Charge und ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen waren. Meine Rechnung sah sodann wie folgt aus:

Sex on the Beach: 945 Yen
Service Charge (10%): 94 Yen
Tax : 49 Yen
Total: 1039 Yen

Dies verstört in Tokyo vor allem deshalb, weil einerseits Preise stets inkl. Steuern ausgewiesen werden und andererseits Trinkgeld in Japan ein Fremdwort ist. Service Charge ist dagegen nicht unüblich, vor allem am Abend in Izakayas.

Wenn also der Rechnungsbetrag – wie heute Abend in Shinjuku – 22’776 Yen lautet, dann werden auch 22’776 Yen bezahlt. Kein Yen mehr, kein Yen weniger.

Und dafür gibt es im Normalfall eine Service-Qualität, von der man in der Schweiz nur träumen kann. Ausnahmen bestätigen dabei die Regel – wie heute Abend, als uns die Kellnerinnen und Kellner trotz „All you can drink“ auf unsere Nachbestellungen warten liessen.

Böse sein kann man ihnen indes nicht wirklich: Ausländer sind für „All you can drink“-Angebote sehr schlechte Kunden, da sie innert zwei Stunden ein Vielfaches dessen bestellen, was normale Japaner zu trinken vermögen. Vor allem, wenn – wie heute – Deutsche mit von der Partie sind. kanpai!

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3 Antworten to “Hard Rock Café Tokyo”

  1. Kundenfreundlichkeit « kokoa41 - a gaijin’s view Says:

    […] Wie gesagt (über Angestellte in konbini und Servierpersonal in Restaurants): Kundenfreundlichkeit wird in Japan nicht nur gross geschrieben, sondern tagtäglich gelebt. Mit […]

  2. Trinkgeld « kokoa41 - a gaijin’s view Says:

    […] anders verhält es sich in Japan, wo Trinkgeld ein Fremdwort ist. Wie ich in einem früheren Beitrag aus Tokyo beschrieben hatte: Wenn also der Rechnungsbetrag – wie heute Abend in Shinjuku – 22′776 […]

  3. Gunnar Kunde Says:

    Ich habe die Vorgehensweise zwar nicht so ganz kapiert, kann ja aber noch werden :-). Noch eine schöne Frühlingszeit (wenn überhaupt 🙂 und viele Grüße, Gunnar Kunde

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