Blog-Fieber

Als ich mich nach meiner Ankunft in Tokyo im letzten September definitiv dazu entschloss, einen Blog aufzusetzen und meine Erfahrungen in Japan in dieser Form schriftlich festzuhalten, glaubte ich, ich wäre damit für einmal der Zeit zumindest einige wenige Schritte voraus. Denn noch hat das Blog-Fieber in meinem Bekanntenkreis nicht um sich gegriffen.

In den vergangenen drei Monaten musste ich diese Einschätzung indes revidieren: von einem „der Zeit zumindest einige Schritte voraus“ keine Spur. Denn zumindest unter den europäischen Austauschstudenten an der Sophia Universität gibt es Blogger wie Sand an Meer – kaum einer, der sich nicht als Hobby-Schriftsteller betätigt und seine Eindrücke aus dem Land der aufgehenden Sonne in den Weiten des Netzes zum Besten gibt.

Wer sich dafür interessiert, was andere Austauschstudenten momentan parallel zu mir in Japan erleben, der wird unter anderem hier fündig:

Aurélien (Französisch)
Florian (Deutsch)
Daniel (Deutsch)
Helmut (Österreichisch)
Johannes (Deutsch)
Reimer (Deutsch)
Sophie (Französisch / Deutsch / Englisch)

Bei Daniel und Helmut findet der geneigte Leser übrigens je auch ein Bild, auf dem ich anlässlich des Kaiser-Geburtstags zu sehen bin (einmal ganz unvorteilhaft, einmal soso lala) – und somit wäre ich auch meinen Verlinkungspflichten mehr als nachgekommen. Dem weiteren Gedeihen der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den drei Nachbarländern Deutschland, Österreich und Schweiz sollte also nichts mehr im Wege stehen.

PS: Sollte ich jemanden vergessen haben, der auch noch auf die obige Liste gehört: ungeniert melden!

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4 Antworten to “Blog-Fieber”

  1. mds Says:

    Wer erfolgreich bloggen möchte, muss nicht nur ein ständiges Mitteilungsbedürfnis verspüren, sondern auch tatsächlich ständig etwas mitzuteilen haben – dafür ist ein Ausland- oder Studienaufenthalt natürlich perfekt geeignet… über Sachthemen und nicht primär die eigenen Erlebnisse kontinuierlich zu bloggen fällt nicht umsonst den meisten Bloggern schwer.

  2. Daniel Says:

    @mds

    Wieso schwer fallen?
    Wenn Du nur nach Sachthemen Ausschau hälst, empfehle ich einen Reiseführer oder eine Enzyklopädie. Ob jemand nun Erlebnisse oder Sachthemen präferiert, liegt doch im eigenen Ermessen und Du solltest Dich nicht daran stören, sondern von der Vielfalt der Kommunikationsmedien profitieren. Ich denke einen Blog zu gestalten hat bei einigen Menschen sicherlich den Grund der Mitteilung, aber es liegt doch auch nahe, dass man den Daheimgebliebenen die Möglichkeit bieten möchte einen auf dieser Reise zu begleiten und die riesige Welt vertrauter zu gestalten!

  3. Helmut Says:

    Ich finde einen Mix aus persönlichen Erlebnissen, erweitert durch sachliche Erklärungen dazu, am sympathischsten – wenn man sich in erster Linie an die bunte Vielfalt der Daheimgebliebenen wenden möchte.

  4. mds Says:

    @Daniel: Du hast mich vermutlich falsch verstanden. Bloggen als Tagebuch des tatsächlich Erlebten ist vergleichsweise einfach, die zahlreichen Blogs von Reisen, Austauschsemestern, usw. zeugen davon. Anspruchsvoller ist hingegen das ausdauernde Bloggen über Sachthemen, wobei Reiseführer und Enzyklopädien selbstverständlich keine Alternative zu solchen Blogs darstellen. Nicht umsonst scheitern die meisten Blogs nach einigen Monaten.

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