Eselsbrücken

Wenn mir ein bestimmtes Wort einfach nicht in den Kopf gehen will, gibt es oft nur eine Lösung: die gute, alte Eselsbrücke.

Dies gilt im Besonderen für das aktuelle Japanisch-Studium, bei dem ich aufgrund der Fülle an neuen Wörtern und Kanji und der gleichzeitigen Knappheit an Lernzeit oftmals um die eine oder andere Erleichterung froh bin. Und sei sie noch so weit hergeholt.

Zwei Beispiele aus der aktuellen Lektion 10, deren Prüfung morgen auf dem Programm steht:  Das Verb ためす [tamesu], das auf Deutsch so viel wie „versuchen“ heisst, merke ich mir mit dem japanischen Ausdruck だめです [dame desu], der in etwa „es ist nicht gut, es geht nicht“ bedeutet. Erst Übung macht bekanntlich den Meister.

Ähnlich gelagert ist die zweite Eselsbrücke für das Verb えらぶ [erabu], „(aus)wählen“ – hier stammt das entsprechende Wort jedoch aus dem Latein: „errare“, sich irren. Wer eine Wahl trifft, liegt von Zeit zu Zeit unweigerlich (aber hoffentlich nicht allzu oft) daneben.

Meine persönliche Lieblings-Eselsbrücke liegt bereits einige Lektionen zurück, sie ist mir jedoch bis heute eine treue Begleiterin: Immer, wenn das Adjektiv „ruhig“, しずか [shizuka], gefragt ist, weiss ich: „She’s quiet“, sie ist ruhig.

Sie? Die Eselsbrücke, damit ich ohne Sturz hinübergehen kann – oder wer auch immer.

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