Kanji

109 – so viele Kanji (im Japanischen verwendete chinesische Schriftzeichen) habe ich mittlerweile im Rahmen des qualitativ wirklich erstklassigen Japanisch-Unterrichts an der Sophia University gelernt.

Dumm ist nur: Wenn ich den tatsaechlichen Bestand an Kanji-Zeichen, die ich derzeit aktiv beherrsche (d.h. schreiben kann), am heutigen Freitagabend mit dem gegenwaertigen Soll-Etat von 109 vergleiche, habe ich – ohne lange zaehlen zu muessen – eine ganz beachtliche Zahl an Materialverlusten zu beklagen. Ob des grossen Lern- und Arbeitspensums der vergangenen Wochen und des gleichzeitig nur spaerlichen Gebrauchs vieler Kanji ist dies zwar keine Ueberraschung, aber dennoch eine eher unschoene Feststellung.

Unweigerlich wird es folglich in den kommenden Wochen einmal heissen (muessen): Das Ganze noch einmal. Denn spaetestens fuer die Final Exams in der zweiten Januar-Haelfte muss das verloren gegangene Wortmaterial erstellt sein. Sonst koennte es – wie ein jeder weiss, der einmal in irgendeiner Form gruene Ferien im Schweizer Lande zugebracht hat – teuer werden.

Wenn auch fuer einmal nicht in monetaerer Hinsicht.

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4 Antworten to “Kanji”

  1. mds Says:

    Wie verwenden bei Euch die Kanji gelehrt?

  2. mds Says:

    Ähmm, «verwenden» = «werden»… ごめんなさい!

  3. kokoa41 Says:

    Der Japanisch-Grundkurs an der Sophia University basiert auf zwei Lehrwerken:

    Grammatik und Wortschatz:
    „Situational Functional Japanese“ (einerseits „Notes“, andererseits „Drills“), herausgegeben von der Tsukuba Language Group, verlegt durch Bonjinsha Co., Ltd., Tokyo

    Kanji:
    „Basic Kanji Book Vol. 1“, verfasst von Chieko Kano, Yuri Shimizu, Hiroko Takenaka & Eriko Ishii, verlegt durch die Bonjinsha Co., Ltd., Tokyo

    Die Methodik zum Erlernen der Kanji richtet sich ganz nach alter Schule: Am Tag 1 erklärt die Lehrerin an der Wandtafel die erste Hälfte der Kanji der neuen Lektion (ca. 5). Von Tag 1 auf Tag 2 müssen wir ein Kanji-Hausaufgaben-Blatt lösen, das aus Reading (Umschreiben der Kanji in Hiragana) und Writing (Umschreiben von Hiragana in Kanji) besteht. An Tag 2 und 3 dasselbe Spiel mit der zweiten Hälfte der neuen Kanji (also nochmals rund 5), anschliessend steht an Tag 4 ein Test über die ganze Lektion, der ebenfalls aus Reading und Writing besteht, auf dem Programm.

    Grundsätzlich lernen wir neben dem Schreiben des Kanji-Zeichens an sich und dessen Bedeutung die wichtigsten Readings, meist jedoch bloss jene, zu denen wir tatsächlich auch schon entsprechende Wörter gelernt haben. Bloss KUN und ON Readings auswendig zu lernen, ohne entsprechende Anwendungen in der Form von Wörtern zur Hand zu haben, macht meines Erachtens auch keinen Sinn – denn spätestens nach dem Lektionen-Test gehen sie sowieso sehr bald vergessen.

    Einen Haken am ganzen Lernprozess gibt es aber trotz dieser sinnvollen Beschränkung auf das Wesentliche dennoch: Es fehlt eine systematisce Repetition der neuen Kanji (z.B. nach einer Woche). So geraten viele der weniger geläufigen Kanji nach dem Lektionen-Test schnell wieder in Vergessenheit (jedenfalls was deren aktiven Anwendung anbelangt). Die häufig gebrauchten Kanji dagegen werden schrittweise in die Übungen des „normalen“ Japanisch-Unterrichts eingebaut und somit ständig repetiert.

    Alles in allem bleibt für mich persönlich die Erkenntnis: Üben, üben, üben. Allein fehlt hierzu oft die Zeit, da wir bereits durch die vielen neuen Wörter und die – wie im Deutschen – nich gerade leichte Grammatik jeden Tag zur Genüge gefordert werden.

    Aber wie heisst es so schön: Es ist noch kein (Kanji-)Meister vom Himmel gefallen. Und glücklicherweise sitze ich während der Tests neben einem Taiwaner, der die chinesischen Schriftzeichen sozusagen im Blut hat – und bei dem ich im Zweifelsfalle einen kleinen Blick auf das Prüfungsblatt werfen kann. Bei den Lektionen-Tests im Bereich Grammatik schaut er dafür umso öfter in meine Richtung… 😉

  4. WordPress Top Post « kokoa41 - a gaijin’s view Says:

    […] Warum auch immer: Mein nicht gerade weltbewegender Kanji-Beitrag vom letzten Freitag rangiert derzeit in den Top 100 der deutschsprachigen WordPress-Posts, auf dem ehrenvollen 92. Rang. […]

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