Sanjusangen-do (Kyoto)

Sanjusangen-do (Kyoto)

Der Sanjusangen-do in Kyoto ist aeusserlich nicht aufgrund seiner Architektur, sondern allein aufgrund seiner Groesse imposant: Das Dach der im Jahre 1266 nach einem Brand neu erbauten Haupthalle misst immerhin 60 Meter.

Besuchenswert ist der Sanjusangen-do indes nicht seines Aeusseren wegen, sondern vielmehr aufgrund seiner innerer Werte: Die Halle enthaelt ein Zentralbild der tausendarmigen Kannon, welches flankiert wird von 1000 (in Worten: TAUSEND) weiteren goldlackierten Kannon-Statuen. Die Figuren haben ungefaehr Lebensgroesse (eher etwas kleiner, wenn ich mich richtig erinnere) und stehen Statue an Statue, auf beiden Seiten der zentralen Statue je deren 500 in 10 Reihen an 50, jeweils von Reihe zu Reihe leicht erhoeht.

Der Anblick dieser riesigen Anzahl an Statuen hat mich sehr beeindruckt und mich gleichzeitig an „Star Wars – Attack of the Clones“ erinnert. Der grosse Unterschied: Jede dieser 1000 kleinen Kannon-Statuen ist ein aus japanischem Zypressenholz hergestelltes Unikat aus dem 13. Jahrhundert und unterscheidet sich jeweils in den Details leicht von den uebrigen Exemplaren, wie ich bei einer genaueren Betrachtung einiger ausgewaehlter Exemplare festgestellt habe.

Zusaetzlich zu den 1001 Kannon-Statuen sind in der Halle 28 weitere Statuen von Waechter-Gottheiten und die bekannten Plastiken von Wind- und Donnergott anzutreffen.

Fazit: Ein Besuch im Sanjusangen-do kann ich waermstens empfehlen. Das Zahlen des Eintritts ist fuer einmal Pflicht – auch wenn der Sanjusangen-do einer der teuersten Tempel Tokyos. Nicht ohne Grund.

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