Kyoto – Nara – Himeji

Sonnenuntergang in Kyoto

Dreieinhalb Tage Kyoto, ein Tag Nara, ein halber Tag Himeji – und zwei Nächte Nachtbus: kein Tag zu viel, kein Tag zu wenig. Ein herrlicher fünftägiger Sightseeing-Trip bei sonnigstem Wetter und angenehmen Temperaturen um 20 Grad liegt hinter mir.

Was bleibt?

Einerseits eine Vielzahl an Impressionen: Eindrücke von den vielen Tempeln und Schreinen (beispielsweise Todai-ji und Kasuga Taisha in Nara und Fushimi Inari Taishi, Sanjusangen-do, Kiyomizu-dera, Eikan-do, Ginkaku-ji, Ryon-ji und Kinkaku-ji in Kyoto, um nur einige ausgewählte aufzuführen), vom imposanten weissen Schloss in Himeji, von den sich langsam zu verfärben beginnenden Blätter in den hügeligen Wäldern am Rande Kyotos, von der herrlichen Gartenanlage der Kaiservilla Shugaku-in Rikyu – aber auch von der abendlichen Atmosphäre im Ausgangsviertel Gion mit den von Zeit zu Zeit vorbeihuschenden Maikos und Geishas und vom modernen, kolossalen Tokyoter Bahnofsgebäude, in welchem die Passanten seit dem ersten November mit einem grossen leuchtenden Tannenbaum auf Weihnachten eingestimmt werden.

Andererseits bleibt aber auch die Erkenntnis, dass ich mit meinen früheren Ausführungen zum Kirchen-Kommerz keinesfalls übertrieben hatte. Mit durchschnittlich rund 500 Yen Eintritt ist das Tempel-Sightseeing ein relativ teurer Spass, und es lohnt sich schon aus diesem Grund – wenngleich nicht nur deshalb –, in der Flut von Sehenswürdigkeiten mit den Attributen „World Cultural Heritage“, „National Treasure“ und „Important Cultural Properties“ Prioritäten zu setzen und eine persönliche Auswahl zu treffen. Denn wie heisst es so schön: Weniger ist manchmal mehr, und die besten Dinge im Leben sind gratis. Sei es ein Sonnenuntergang über Kyoto, eine Wanderung durch die Hunderte von orangen Torii auf den Hügeln des Fushimi Inari Taishi oder der Anblick des Todai-ji mit davorliegendem idyllischem Teich in Nara bei Nacht.

PS: Ein Tipp an alle Kyoto-Backpackers, oder solche, die es werden wollen: Den sehr zentral gelegenen Tour Club kann ich allen Sightseeing-Gästen wärmstens weiterempfehlen: Einerseits, weil er für rund 25 Fr. eine äusserst preiswerte, aber sehr saubere und dank Curfew (23.00 Uhr) zugleich ruhige Unterkunft bietet, andererseits, da sich der vom vielen Bus-Fahren oder Gehen müde Tempelbesichtiger für 7 Fr. bei der Schwester-Unterkunft Budget Inn (ohne Curfew) einen Tag lang ein Velo mieten kann.

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