Kawagoe

Kawagoe

Am 14. Oktober reiste ich mit dem Zug nach Kawagoe, eine Vorstadt von Tokyo, die gemaess Aussagen meiner Gastfamilie jedes Kind aus meiner Wohngegend waehrend  seiner Schulzeit mindestens einmal zu besuchen hat. Wir waren jedoch nicht nur wegen der Tempel und anderen historischen Gebaeude gekommen, fuer welche Kawagoe bekannt ist und von meinen Gasteltern als „Klein-Kamakura“ bezeichnet wird.

Auf dem Kawagoer Wochenend-Programm stand an jenem Samstag ein historisches Festival, dem gewissen Aehnlichkeiten mit den Schweizer Fastnachts-Braeuchen nicht abzusprechen ist: Kraeftige Maenner stossen mehrstoeckige Holzwagen, welche eine Vielzahl an kunstvollen Verzierungen aufweisen, durch die Main Street von Kawagoe. Auf der Vorderseite des Wagens musiziert eine Handvoll Maenner und Frauen auf Trommeln und Floeten, waehrend eine mit Maske und Gewand verkleidete Person dazu einen Tanz auffuehrt. Umrahmt wird dieses Spektakel zu abendlicher Stunde durch eine grosse Anzahl Helfer, welche die rund fuenfzehn Wagen an Seilen durch die Gasse ziehen und mit leuchtenden Lampions zur einzigartigen festlich-mystischen Stimmung beitragen.

Ganz an der Festival-Front auf dem Zentrumsplatz: zwei Schweizer Gaijin. Dank eines japanischen Wegbereiters, der uns – beinahe in Winkelried-Manier – erbarmungslos einen Weg durch die verdichtete Menschenmasse gebahnt hatte, galt fuer uns an jenem Abend sogar: mittendrin, nicht nur dabei.

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