Archive for November 2006

Tempel-Adventskalender

30. November 2006

Weihnachtsbeleuchtung Sophia University

Weihnachten naht – mittlerweile auch an der katholischen Sophia University in Tokyo, wo seit diesem Montag die Lichterketten für weihnächtliche Stimmung sorgen.

Damit neben dem Alltäglichen auch meine Sightseeing-Impressionen im Blog nicht zu kurz kommen, werde ich im Dezember an dieser Stelle einen Adventskalender der japanischen Art präsentieren: 24 Tempel aus Tokyo, Kawagoe, Nikko, Kamakura, Nara und Kyoto – jeden Tag einen.

Wer nicht bis morgen warten kann: Einen Tempel, den Yasukuni-jinja in Tokyo, habe ich bereits ganz zu Beginn meines Japan-Aufenthalts vorgestellt.

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Japanische Frauen (1)

29. November 2006

Japanische Frauen

„Gut geschrieben sind deine Berichte allemal – nur etwas wenig Sex vorhanden.“

So direkt dieser Kommentar eines treuen Lesers formuliert ist, so zutreffend ist er auch – zumindest was die zweite Aussage anbelangt. Um diesem Manko entgegenzuwirken, werde ich während der zweiten Hälfte meines Japan-Aufenthalts in regelmässigen Abständen nunmehr auch die Japanerinnen und Japaner etwas näher beleuchten. Der Fokus wird dabei – meine Leserinnen und Leser werden es mir hoffentlich nicht verdenken – vornehmlich auf dem weiblichen Geschlecht liegen. Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich mich dabei nicht allein auf meine eigenen Beobachtungen stützen muss, sondern auch auf den reichen Fundus eines erfahrenen, multinationalen Feldversuch-Recherche-Teams zurückgreifen kann. Gleichwohl wird eine gehörige Prise Subjektivität (ganz dem Blog-Motto „a gaijin’s view“ gemäss) nicht auszuschliessen sein. Aber dies wird hoffentlich dem Lesespass keinen Abbruch tun. Und ansonsten ungeniert melden, wenn ich das Kapitel beschliessen soll.

Heute: Von Fuss bis Hüfte

Gäbe es auf dieser Welt keine Schuhe mit hohen Absätzen – die japanischen Frauen würden sie noch heute erfinden. Wer sich in Tokyo umschaut, wird schnell feststellen: Hohe Absätze scheinen unter den jungen Japanerinnen beinahe Pflicht zu sein. Jedenfalls stellen flache Schuhe eher eine Ausnahme denn die Regel dar. Wer nicht abfallen will, muss aufrüsten – so ganz offensichtlich die Devise.

Persönlich überzeugt mich diese Popularität der hohen Absätze indes nur beschränkt. Der Grund ist ein einfacher: Viele Japanerinnen wissen mit diesen hochhackigen Schuhen leider nicht umzugehen. Was mir in den ersten Tagen in der Tokioter Metro neben den hohen Absätzen und den kurzen Röcken (s. nachfolgend) denn auch in erster Linie auffiel, war der schlechte Gang, über den viele Japanerinnen verfügen. Im Freundeskreis sind die Meinungen zwar geteilt, was die Ausgeprägtheit dieses Phänomens anbelangt (über die Existenz an sich herrscht Einigkeit); ich persönlich glaube fest, dass sich viele junge japanische Frauen von ihren europäischen Altersgenossinnen im Bereich „Elegante Fortbewegung“ eine dicke Scheibe abschneiden könnten.

An den Schuhen selber gibt es jedoch nichts zu rütteln: Oft enge kniehohe Stiefel mit Absatz, zuweilen auch gewöhnliche Absatz-Schuhe. Der Rest ist schnell erzählt: Bein, relativ viel Bein – und irgendwann ein für europäische Begriffe kurzer Rock oder kurze Hot Pants. Und wer sich vorstellen kann, dass dies alles zwar sehr sexy, aber keinesfalls billig wirkt, der ist auf dem richtigen Weg. Alle anderen kann ich irgendwie verstehen – denn ich selber hätte es auch nicht geglaubt, bevor ich mich hier in Japan eines Besseren belehren musste.

Natürlich gibt es grosse Unterschiede, natürlich tragen auch viele Frauen Hosen, natürlich gibt es auch manch eine Frau mit flachen Schuhen, natürlich wurden nunmehr mit dem kalten Wetter auch die Röcke etwas länger – aber im Durchschnitt wird die obige Schilderung einer jungen Japanerin, die etwas auf sich hält, in meinen Augen durchaus gerecht.

Etwas ist dabei offensichtlich: Es muss sehr anstrengend sein, eine junge Japanerin, die etwas auf sich hält, zu sein. Ein Umstand, der mitunter auch von Direktbetroffenen bestätigt wird.

8th FLA Job Forum

28. November 2006

8th FLA Job Forum, Sophia University

Wenn es etwas gibt, von dem man mich unbedingt fernhalten sollte, sind es Job-Foren und anderweitige Präsentationen von Unternehmungen mit Qualität. Ansonsten endet es meistens wie heute, am 8th FLA Job Forum an der Sophia University, das von der hiesigen Studierendenorganisation Sophia Enterprises veranstaltet wurde: Nämlich dem Wunsch, gleich am nächsten Morgen die Uni-Karriere an den Nagel zu hängen und mich stattdessen irgendwo an aufregenderer Stelle dem Ernst des Business-Lebens zu stellen.

Die Liste der Unternehmen, die sich am heutigen gut zwei stündigen Event vorstellten und anschliessend für Auskünfte zu Job- und Internship-Gelegenheiten zur Verfügung standen, lässt sich durchaus sehen. Zwar ist es bei weitem kein Stelldichein der ganz grossen Namen wie am Forum HSG oder an den St. Galler Investment Banking Days – für eine Universität, die ihren guten Ruf innerhalb Japans vor allem dem Bereich Sprachen verdankt, aber dennoch ganz bemerkenswert.

So versuchten PhillipCapital (Financial Services), Sozon (Search Engine Optimation), Société Générale (Private Banking / Corporate & Investment Banking), Simon Kucher & Partners (Strategy & Marketing Consulting), Bloomberg (Provider of News, Data, and Analytics) und zum Schluss Master Foods (Food, Snacks and Pet Care) mittels einer Kurz-Präsentation die Gunst der an einem Job interessierten Studierenden der Faculty of Liberal Arts für sich zu gewinnen.

Einigen ist dies dabei besser gelungen, anderen eher weniger. Das Schlusslicht stellten dabei in meinen Augen überraschenderweise die Vertreter von Bloomberg dar, die weder über eine anständige PowerPoint-Vorlage noch über Sprecherinnen, die diesem Anlass angemessen gewesen wären, verfügten (man verzeihe das harte Urteil). Da fand ich sogar die Vision von Master Foods „we make SMILE“ irgendwie noch besser, auch wenn mich die Begründung, dass Master Foods genau wegen dieser Vision die drei Bereich Food, Snacks und Pet Care unter einem Dach vereine, nicht wirklich zu überzeugen vermochte. Aber lassen wir das Kritisieren an dieser Stelle sein – im heutigen Zeitalter der flachen Hierarchien (Bloomberg) und „boundary-less careers“ (Master Foods, vgl. Bild) ist bekanntlich alles möglich.

Nach der Präsentation bestand für alle Anwesenden die Möglichkeit, das Networking zu pflegen und sich direkt bei den Vertretern der einzelnen Unternehmungen über Job- und Internship-Gelegenheiten zu informieren. Und da ich es natürlich nicht lassen konnte, stürzte ich mich ebenfalls ins Getümmel: Insbesondere die beiden Finanz-Gesellschaften und das Startup Sozon (mittlerweile Marktführer im Bereich SEO in Japan und Arbeitgeber für 40 Personen) hatten mein Interesse geweckt.

Fazit der dreistündigen Veranstaltung: Der Eintrittspreis von 200 Yen (gut 2 Schweizer Franken), in dem auch ein Getränk und eine Packung M&Ms (= mein Nachtessen) inbegriffen waren, hat sich gelohnt. Ich konnte nicht nur einen kleinen Einblick in die japanischen Ableger verschiedener internationalen Unternehmungen gewinnen und einige Kontakte knüpfen, sondern auch mit Amir Ayalon, dem Gründer und CEO von Sozon, einige spannende Worte wechseln.

Und wer weiss, vielleicht heisst es ja eines Tages sogar: more to be followed. Momentan habe ich ja zwar – eigentlich – für ein Praktikum keine Zeit. Aber vielleicht lässt sich ja irgendwo zwischen Sophia University, Bachelor-Arbeit, HSG und aktionis.ch doch noch eine Lücke für ein Internship in Japan finden.

Wie ich mich kenne, werde ich alles dafür tun, sie auch tatsächlich zu finden.

Zigaretten

27. November 2006

Zigaretten

In Japan kommen Raucher voll auf ihre Rechnung: Die teuersten Zigaretten – Marlboro – sind fuer blosse 320 Yen, umgerechnet gegenwaertig rund 3.35 Schweizer Franken, am Automaten erhaeltlich.

Umso erfreulicher ist es, dass in diesem Jahr die Raucherzahlen trotzdem leicht gesunken sind. Wie am vergangenen Donnerstag in der International Herald Tribune und am Freitag in der Japan Times zu lesen war, liegt der Anteil der rauchenden Maenner nunmehr bei 41.3%, jener der rauchende Frauen bei 12.4% (im Vergleich zu 45.8% resp. 13.8% im Vorjahr 2005).

Die Ursachen fuer diese Abnahme ortet der weltweit drittgroesste Zigarettenhersteller Japan Tobacco, der diese Umfrage jaehrlich durchfuehrt, einerseits in einem steigendem Gesundheitsbewusstsein der Bevoelkerung und andererseits in den zunehmenden Beschraenkungen des Rauchens auf oeffentlichem Grund.

Letzteren ist es wohl auch zu verdanken, dass ich selber Japan als sehr rauchfreies Land wahrnehme – von den speziell gekennzeichneten Raucherzonen an der Universitaet einmal abgesehen.

A cloudy day

26. November 2006

Blog-Statistik, Stand 26.11.2006, 22 Uhr Japan-Zeit

Heute vor genau zwei Monaten hatte ich diesen Blog mit dem Eintrag „A rainy day“ eröffnet. Zeit für einen kleinen Rückblick.

Aufgesetzt hatte ich den Blog damals in erster Linie für meine Familie und meine Freunde, Kollegen und alle anderen Bekannten von nah und fern, um während meines Japan-Aufenthalts dem Versenden von Massenmails, die stets bei einigen (eigentlich nicht interessierten) Personen zu viel und bei einigen (eigentlich interessierten) Personen zu wenig ankommen, zu entgehen. Erfreulicherweise bereitete mir das Bloggen von Beginn weg sehr viel Spass, sodass es in den vergangenen beiden Monaten zur täglichen Routine geworden ist. Vielleicht anstelle von „10 vor 10“, das während der HSG-Prüfungsphase in diesem Spätsommer jeweils einen Fixpunkt dargestellt hatte, ehe die zweite Abend-Lernschicht folgte.

Zu meiner Überraschung entwickelten sich auch die Besucherzahlen in den vergangenen beiden Monaten anders, als ich es erwartet hatte: Seit Mitte November liegen sie bei durchschnittlich gut 40 Besuchen täglich – deutlich mehr, als ich es mir beim Aufsetzen des Blogs an jenem regnerischen September-Tag ausgerechnet hatte. Denn wer ausser Eltern, Bruder, Grossmutter und ab und zu ein paar Freunden und Kollegen sollte an diesem thematisch sehr eng gehaltenen Blog Interesse finden?

Mittlerweile weiss ich es – Google sei Schuld und Dank: So finden nicht nur Rösti- und Blutwurst-Liebhaber auf meinen Blog, sondern auch Wahlkampfplakate-Designer und Anhänger von durchsichtigen Regenschirmen. Dass diese auf meinem Blog glücklich werden, mag ich indes bezweifeln. Doch dazu mehr ein anderes Mal.

Den grossen Teil der Besuche macht jedoch Ihr, geschätzte Leserinnen und Leser, aus, die Ihr regelmässig – gar täglich – vorbeischaut und mich damit ermuntert, meine tägliche Blog-Routine auch während der zweiten Halbzeit meines Japan-Aufenthalts zu pflegen. An Themen fehlt es nicht, habe ich doch sogar von der allerersten Brainstorming-Liste, die ich in der ersten Blogging-Woche erstellt hatte, nicht mehr als bloss einen kleinen Bruchteil abgedeckt. Ganz zu schweigen von all den zusätzlichen Erlebnissen und erwähnenswerten Gegebenheiten, die seither dazugekommen sind und bislang in keinem Eintrag Unterschlupf gefunden haben. Wünsche von Leserseite natürlich ebenfalls herzlich willkommen – ungeniert als Kommentar zu diesem Post anbringen. Ich werde schauen, was sich machen lässt.

Eure Treue habt ihr mir übrigens am vergangenen Mittwoch, 22. September 2006, eindrücklich demonstriert: Mit 97 Besuchen verzeichnete der Blog nicht nur die höchste Anzahl Visits (von der Lancierung abgesehen), sondern es handelte sich auch um den einzigen Tag während der letzten beiden Wochen, an dem kein neuer Blog-Post erschienen ist. Die eine oder der andere muss deshalb wohl zweimal oder gar mehrmals vorbeigeschaut haben.

Wenn also das nächste Mal kein neuer Beitrag erscheint, habt keine Angst um mich: Entweder teste ich nur gerade eure Treue – oder ich geniesse zusammen mit anderen Studierenden einen feucht-fröhlichen Abend in einem japanischen Isakaya, so wie es am vergangenen Mittwoch der Fall gewesen war.

In diesem Sinne: Kanpai! Und während ich mich wieder meinen Japanisch-Wörtern für das Quiz morgen Montag zuwende, tragt ihr mit eurem Besuch dazu bei, dass morgen die offizielle Besucher-Zahl vom Sonntag höher liegt, als es derzeit auf der obigen Grafik noch den Anschein macht. Den 8 Stunden Zeitverschiebung sei Dank.

PS: All jenen, für die der Begriff „Blog“ auch nach zwei Monaten kokoa41 noch immer ein Buch mit sieben Siegeln darstellt, sei das folgende anschauliche Video „Was sind Blogs?“ wärmstens empfohlen.

K-Swiss

26. November 2006

K-Swiss

Wer hätte gedacht, dass es eine Schuh- und Sportkleider-Marke namens „K-Swiss“ gibt?

Ich selber jedenfalls nicht, bis ich heute an der Aussenwand der Züge der JR Yamanote Line die obige Werbung entdeckt habe. Eine kurze Internet-Recherche hat ergeben, dass es sich dabei nicht – wie von mir vermutet – um eine japanische Unternehmung handelt, sondern um das Werk eines nach Kalifornien ausgewanderten Schweizer Brüderpaars.

Amerikanische Swissness in Japan – und dies für einmal ganz zurecht. Auch das gibt es also.

Herbstfarben

25. November 2006

Herbst in Tokyo

Blauer Himmel, Sonnenschein, knappe 15 Grad Celsius: So schön kann Herbst in Tokyo sein.

Aufgenommen heute Nachmittag um Viertel nach drei Uhr in der Nähe des Harajuku-Bahnhofs, bevor ich dem bekannten Meiji-Schrein einen (ersten) Besuch abstattete.

Japanisch-Unterricht

24. November 2006

Japanisch-Unterricht

Zum Wochenende etwas zum Schmunzeln:

Wer schon immer wissen wollte, wie es im Japanisch-Unterricht an der Sophia University zu- und hergeht, der soll seine Lautsprecher-Boxen aufdrehen und auf die obige Foto unseres Klassenzimmers klicken.

Fertighören auf eigene Gefahr.

Nachtrag: R vs. L

23. November 2006

Der R-L-Laut im Japanischen, eine Wissenschaft für sich.

Vor wenigen Tagen hatte ich als erste Annäherung an dieses schwierige Kapitel der japanischen Aussprache folgende PONS-Erklärung publiziert: “Ein Laut zwischen R und L. Die Artikulation ist fast wie “L”, aber die Zunge trifft weiter hinten auf den Gaumen.”

Dass diese Beschreibung – wie Shark richtig bemerkt hat – zwar „nett, aber nicht optimal“ ist, dessen bin und war ich mir bereits damals bewusst. Für alle jene, die wie Shark der korrekten Aussprache noch ein bisschen näher kommen möchten, habe ich mich deshalb heute durch die Weiten des Netzes gewühlt und einige zusätzliche Erklärungsversuche ausfindig gemacht.

Der Grundkonsens bleibt dabei der beschriebene: Ein Laut zwischen R und L (exemplarisch deutsch-japanischer-kulturverein.de oder hp-gramatke.de). Weil die Zunge am Gaumen auftrifft, wird der Laut eher wie ein „L“ artikuliert – tönen tut er jedoch in meinen Ohren meistens eher nach einem „R“ als nach einem „L“ (was auch zur lateinischen Umschrift „R“ passt). Je nach Wort und Sprecher gibt es jedoch deutliche Nuancen – so sprechen bereits meine beiden Japanisch-Lehrerinnen an der Uni die R-L-Laute hörbar unterschiedlich aus, was das korrekte Erlernen nicht unbedingt erleichtert.

Manchmal wird – auch von einer meiner Japanisch-Lehrerinnen – zusätzlich das „D“ mit ins Spiel gebracht. So heisst es beispielsweise auf hohemi.de: „Das japanische ‚r‘ wird mit der Zungenspitze am vorderen Gaumen gebildet und klingt deshalb wie eine Mischung aus ‚d‘ und ‚l‘.“ Und ein gewisser Paladus meint: „Eine Art Einheitsbrei zwischen D, R und L […], wobei die Zunge konkret aber etwas anders als bei allen dreien dieser deutschen Laute genutzt wird.“

Mein persönliches Fazit: Ich bleibe der PONS-Kurz-Erklärung treu, die meines Erachtens das Wichtigste bestmöglichst auf den Punkt bringt und zudem auch vom stellvertretenden geschäftsführenden Direktor am Institut für Linguistik der Universität Leipzig (so einen langen Titel werde ich mir bei aktionis.ch dann auch irgendwann einmal zulegen) geteilt wird: „[In Japan] gibt es statt L und R nur einen Laut, der klanglich ungefähr zwischen diesen beiden liegt.“ Oder wie es Rolf Holstein auf wer-weiss-was.de beinahe poetisch formuliert: „Es ist ein Laut, der ziemlich unentschlossen die Mitte zwischen unserem R und unserem L sucht.“

Für alle, die anstatt des vielen Um-den-heissen-Brei-Redens ein praktisches Beispiel bevorzugen, gibt es auf thejapanesepage.com für alle fünf japanischen R-Laute (ra, ri, ru, re, ro) ein Hörbeispiel – mitsamt einer englischsprachigen Anleitung zur korrekten Haltung von Zunge und Mund.

Zu viel des Guten? Wer inzwischen – spätestens nach dem Anhören der Audio-Beispiele – die Hoffnung ganz verloren hat, dem bleibt der kleine Trost: „Um sich verständlich zu machen, ist es zum Glück nicht so wichtig, das genau hinzubekommen.“ (j-kurs-jasms.de)

Und zumindest diese letzte Aussage kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Zum Glück.

Pissoir

21. November 2006

Pissoir

Pissoirs zählen normalerweise nicht gerade zu den Sehenswürdigkeiten eines Landes. Im Falle Japans sind sie für einmal dennoch einen etwas näheren Blick wert, brauchen sie sich doch im internationalen Vergleich keineswegs zu verstecken.

Neben der oft leicht erhöhten Stehplattform zeichnet die japanischen Pissoirs vor allem eines aus: Sie verfügen häufig über eine trockene Ablage. Den Nutzen dieser (sauberen) Ablagefläche – nämlich Armfreiheit – habe ich mittels des gelben Plastiksacks aus der Bücherverkaufsstelle anzudeuten versucht.

Fazit: Eine einfache, aber äusserst praktische Einrichtung, die in der Schweiz nur selten anzutreffen ist – leider. Die Schweizer Männer würden mir beipflichten.